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Microsoft verschiebt Windows 10X

22. Juli 2020, 11:45 Uhr   |  Lars Bube | Kommentar(e)

Microsoft verschiebt Windows 10X
© Microsoft

Wegen der steigenden Nachfrage nach günstigen Mobilgeräten im Zuge der Corona-Pandemie ändert Microsoft seine Pläne für Windows 10X und verschiebt den Launch auf das nächste Jahr. Das könnte auch Auswirkungen auf die künftige Entwicklung von Windows 10 haben.

Im vergangenen Herbst hatte Microsoft die Software-Welt mit der Ankündigung überrascht, 2020 einen neuen Anlauf für eine abgespeckte Windows-Variante starten zu wollen. Nach vergangenen Misserfolgen wie mit Windows RT wollte man die Sache dieses Mal von Anfang an durchdachter angehen. So sollte Windows 10X vorwiegend für eine neue Generation mobiler Geräte wie Tablets und Notebooks mit zwei Bildschirmen gedacht sein. Mit dem Dual-Screen-Tablet »Surface Neo« hat die eigene Hardware-Abteilung auch schon ein passendes Gerät parat, mit dem die Möglichkeiten des abgespeckten Betriebssystems ausgeschöpft werden sollen. Der Marktstart sollte ursprünglich im Herbst dieses Jahres erfolgen.

Nun sorgt die Corona-Krise jedoch offenbar für ein grundsätzliches Umdenken bezüglich Windows 10X. Schon im Mai hatte Microsoft sich überraschend wieder vom ursprünglichen Fokus verabschiedet und angekündigt, dass Windows 10X doch auch auf mobilen Rechnern mit nur einem Bildschirm ausgerollt werden wird. Zudem wird diesen klassischen Geräten nun sogar der Vorrang vor den eigentlich angedachten Dual-Screen-Devices eingeräumt. In dieser Kombination soll Windows 10X den im Zuge der weltweiten Pandemie stark gestiegenen Bedarf an günstigen Geräten mit Cloud-Anschluss für Heimarbeiter und Bildungseinrichtungen abdecken. Das bringt allerdings deutlich höhere Ansprüche an Performance, Kompatibilität und Features mit sich.

Trotz der von Microsoft stets betonten Flexibilität der Plattform sind dafür  tiefgreifende Anpassungen notwendig, die den Zeitplan ordentlich durcheinander bringen. Laut einem Bericht von ZDNet, der sich auf Insiderinformationen aus Redmond stützt, wird das neue Lite-Windows deshalb erst frühestens im nächsten Frühjahr erscheinen. Noch später ist dann das Surface Neo zu erwarten, möglicherweise kommt es sogar erst 2022 in den Handel. In Microsofts Online-Shop wird der Verkaufsstart indes weiterhin für dieses jahr angekündigt.

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