Der Web-Browser als Betriebssystem der Zukunft

Nach Microsoft und Apple kommt Google

24. September 2008, 11:48 Uhr | Werner Veith
Passend zur Oktoberfest-Zeit lud Google zum Developers Day 2008 nach München

Die Strategie von Google wird zunehmend klarer. Auf dem Google Developers Day zeigte sich, dass der Suchmaschinen-Anbieter langfristig Microsofts Produkte mit Web-Browser-Applikationen ablösen will. Mit dem Android-Handy »T-Mobile G1« bekommt Apples iPhone Konkurrenz.

Ob Google-Apps, das Handy-Betriebssystem »Android« oder die Internet-Allianz »Open Social«: Mit einem steten Reigen an Neuentwicklungen präsentierte sich Google in den letzten Monaten als Hansdampf in allen Gassen. Dabei schien dem Internet-Konzern jedoch bisweilen ein strategischer Rahmen zu fehlen. Für mehr Klarheit sorgte hier der »Google Developers Day«, zu dem das Unternehmen in München mehr als 500 Softwareentwickler begrüßte.

Google setzt darauf, dass immer mehr Anwendungen in den Browser wandern und per Cloud-Computing als Hosted-Lösung zur Verfügung stehen. Damit kann auch die wachsende Anzahl von Mobilfunknutzern diese Applikationen nutzen. Lange Zeit galt das Google-Diktum »Wir wollen nicht mit Microsoft konkurrieren« als inhaltsarmes Dementi. Nun wird klar, dass es dem Internet-Konzern tatsächlich nicht um Konkurrenz geht. Vielmehr will Google mit seiner Web-Strategie langfristig die Produkte des Redmonder Softwaregiganten überflüssig machen. »Der Funktionsumfang des Open-Web entspricht inzwischen den Leistungsmerkmalen nativer Software«, bilanzierte denn auch Chris DiBona, der bei Google das Open-Source-Programm leitet.


  1. Nach Microsoft und Apple kommt Google
  2. »Der Browser ist wichtiger als das Betriebssystem«
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