Jetzt in 41 weiteren Ländern

Noch mehr Adobe bei Also

21. Oktober 2021, 11:45 Uhr | Martin Fryba | Kommentar(e)
Gustavo Möller-Hergt, CEO Also: sieht einen Riesenmarkt bei IT-Seats aus der Cloud. Wer hier mit wem im Wettbewerb steht, die Distribution mit Corporate Resellen zum Beispiel, lasse sich derzeit noch nicht entscheiden.
Mit Adobe, radikaler Cloudvorreiter, hat Also-CEO Gustavo Möller-Hergt stets gut Lachen
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Also portiert das Adobe-Portfolio in weitere Länder und zwar jetzt auch in die Cloud-Marktplätze von PaaS-Partnern. Also hat so richtig Spaß mit Adobe – abgesehen von einem Moment des stillen Gedenkens.

Abgesehen vom noch immer wegen der Pandemie geschwächten Publishing- und Werbegeschäft geht es Softwarehersteller Adobe ansonsten blendend. Der Umsatz 2020 kletterte um 15 Prozent auf 12,87 Milliarden Dollar und soll in diesem Jahr weiter steigen – auf 15,5 Milliarden. Der Gewinn 2020 schoss um satte 78 Prozent auf 5,26 Milliarden Dollar nach oben. Die Distributoren machen ein prima Geschäft mit Adobe. Vor allem Broadliner Also glänzt in Europa und wurde daher am Jahresanfang vom Hersteller mit dem „Digital Media 2020 EMEA Channel Partner-Award“ ausgezeichnet. Das macht Lust auf mehr.

Dort, wo Also in den europäischen Ländern mit eigenen Gesellschaften vertreten ist, können Partner die Abo-Software von Adobe in den Marketplaces der Landesgesellschaften kaufen. Über von Also so bezeichnete PaaS-Partner ist der Broadliner indirekt auch außerhalb Europas tätig. Und auch hier wollen Broadliner und seine strategischen Kooperationspartner vom Adobe-Boom profitieren. Daher sorgt Also dafür, dass möglichst über sein gesamtes Ökosystem Adobe-Produkte verfügbar sein sollen. Das ist jetzt in weiteren 41 Ländern der Fall, darunter Russland. Man wolle so die Zahl der Adobe-Neukunden erhöhen und mehr Umsatz mit den bereits kaufenden Resellern generieren, so Also-Chef Gustavo Möller-Hergt.  

So macht das Adobe-Geschäft dem CEO, seinen dezidierten BUs, den Resellern und auch den PaaS-Partnern gleich doppelt Spaß. Zum einen, weil der Hersteller stark nachgefragt wird und für profitablen, im Abo wiederkehrenden Umsatz sorgt. Zum anderen, weil Adobes Mitarbeiter die glücklichsten im Vergleich zu 70.000 anderen US-Unternehmen sein sollen, wie ein Report des auf Unternehmensvergleiche spezialisierten Dienstes Comparably herausgefunden haben will.

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Charles M. Geschke, Präsident, Co-Chairman, Mitbegründer von Adobe und Erfinder des PDF-Formats ist im April 2021 im Alter von 81 Jahren gestorben
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Meilenstein Desktop-Publishing

Glücksmomente gibt es in dieser langjährigen Partnerschaft zwischen Adobe und Also viele. Außer in einem stillen Moment des Gedenkens. Mitte April ist Charles Geschke mit 81 Jahren gestorben. Der Erfinder des PDF-Formats gründete 1982 zusammen mit John Warnock Adobe und brachte das erste Produkt, Adobe PostScript, auf den Markt. Ein Meilenstein, denn erstmals konnten mit dieser Software Text und Bilder eines Dokuments so auf den Monitor dargestellt werden, wie sie später ausgedruckt aussehen würden.


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