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Schnellerer I-/O-Zugriff

Novell arbeitet an eigenem Hypervisor auf Basis von KVM

13. August 2009, 13:25 Uhr   |  Werner Veith | Kommentar(e)

Novell arbeitet an eigenem Hypervisor auf Basis von KVM

Erste Vergleichstests zwischen der AlacrityVM und anderen I/O-Lösungen für 10-Gigabit-Netzwerk-Zugriff, die für die KVM zur Verfügung stehen.

Mit der »AlacrityVM« hat Novell einen eigenen Hypervisor mit KVM als Grundlage in Angriff genommen. Er soll im Datacenter speziell für High-Performance-Computing und Real-Time-Anforderungen zum Einsatz kommen.

Applikationen mit Echtzeit-Anforderungen oder für High-Performance-Computing (HPC) kommen typischerweise nicht in virtuellen Systemen zum Einsatz. Grund dafür ist, dass bei der Virtualisierung der Zugriff auf die Systemressourcen normalerweise nicht direkt erfolgt. Mit der »AlacrityVM« will Novell das Problem angehen. Der Hypervisor basiert auf der Open-Source-Lösung KVM (Kernel-Virtual-Machine). Für den schnellen Zugriff auf die Ressourcen kommt eine eignes entwickelte High-Performace-Fabric namens »Virtual-bus« zum Einsatz. Derzeit sehen die Entwickler ihr Projekt noch in einem frühen Stadium.

Hinter dem Virtual-Bus verbirgt sich eine Technologie mit Virtual-I/O-Resource-Containern. Im Vergleich zu anderen Ansätzen auf Hardware-Ebene löst er das Problem des Durchreichens von Ressourcen über den Userspace auf der Software-Ebene. Das Konzept lehnt sich an das Linux-Device-Model (LDM) an. Mit dem Virtual-Bus bekommen auch KVM-Gäste direkten Zugriff auf den Kernel.

Alacrity bringt zunächst alle Funktionen mit, die auch in der KVM vorhanden sind. Daneben haben die Entwickler bereits einen Hypervisor mit grundlegenden Funktionen erstellt. Hinzu kommt Unterstützung für Linux-Gäste und schneller Netzwerkzugriff.

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