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Ohne Cloud keine Value Added Distribution

04. Mai 2021, 10:38 Uhr   |  Martin Fryba | Kommentar(e)

Ohne Cloud keine Value Added Distribution
© AdobeStock/Alexlmx

Mit IaaS der Hyperscaler und als technologischer und vertrieblicher Partner für ISVs machen sich Value Added Distributoren einen Namen. Hersteller und Systemhäuser schätzen VADs, ebenso Finanz- und strategische Investoren. Ihr Einstieg kann, muss aber nicht automatisch wertsteigernd sein.

Warum er sein europäisches Headquarter ausgerechnet in Brüssel aufgeschlagen habe, wollte Roman Klinke vom CEO eines großen US-Distributors wissen, als der Gründer des Hamburger VADs eLink in die USA eingeladen wurde. Als dann die Antwort folgte, »das ist doch eure Hauptstadt«, war Klinke klar, dass er nicht unter das Dach eines US-amerikanischen Konzerns schlüpfen wollte. Das »Schlüsselerlebnis«, wie er sagt, bestätigt seine Ansichten über US-Manager, die zwar nicht wissen, wie regionale Märkte außerhalb Amerikas am besten zu beackern sind, dafür aber jede Menge zentrale Vorgaben machen und bis ins Tagesgeschäft ihrer Töchtergesellschaften hinein regieren und Freiheiten beschneiden.  


Während dieser US-Distributor sein Europageschäft wegen Erfolglosigkeit an einen Investor verkaufte und dieser die Landesgesellschaften kaum zwei Quartale später dicht machte und rund 300 Mitarbeiter kündigte,  fusionierten die eLink-Vorstände Vorstände Roman Klinke und Daniel Ebeling ihrer UC-Sparte mit Kern & Stelly (ICT CHANNEL berichtete online über den hanseatischen Handschlag zweier VADs ). Zwei Inhaber geführte VADs passen »firmenkulturell ideal zusammen«, haben Investor Midwich Gruppe im Rücken, der den Gründern vertraut und ihnen Freiheitsgrade lässt. Trotz Börsennotierung sei der britische Geldgeber nicht quartalsgetrieben.


Drum prüfe, wer sich bindet
Wo manche VCs schon nach einem schlechten Quartal Rippenschnitte bei ihren Beteiligungen anordnen, halten andere bewährte Strukturen auch über schwierige Phasen hinweg intakt. VADs vor allem im Software- und Cloudumfeld sind begehrt. Gut aufgestellt mit einem breiten oder auf einzelne Hersteller spezialisierten Portfolio hat die Corona-Pandemie ihr schon vor der Viruskrise stark wachsendes Geschäft mit deutlich zweistelligen Margen noch einmal beflügelt.


Umsatzrekord trifft indes auf Grenzen grenzenlosen Wachstums. Denn man muss sich gerade als Grossist boomendes Geschäft auch leisten können. Das hat Klinke mit einem Investor und einer nun größeren Unternehmung im Rücken abgesichert. Jetzt heißt es für den Manager, in der Region DACH »das Wachstumspotenzial für unsere Fachhändler, Hersteller und nicht zuletzt für uns als gestärkter VAD ganz ausschöpfen zu können«.

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