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Komponenten sind gefragt, Komplettangebote hingegen nicht

Partielle Lösungen kennzeichnen Enterprise Content Management

25. September 2012, 12:08 Uhr   |  Werner Fritsch | Kommentar(e)

Partielle Lösungen kennzeichnen Enterprise Content Management

Bild: Fotolia, adimas

Die Erwartungen an Enterprise Content Management im Sinn einer einheitlichen Verwaltung aller Inhalte in den Unternehmen haben sich nicht erfüllt. Die einzelnen Software-Bausteine der Hersteller erweisen sich bei den Anwendern jedoch als nützlich und bieten Dienstleistern ergiebige Betätigungsmöglichkeiten.

Das Kürzel ECM, das für Enterprise Content Management steht, scheint an Zugkraft verloren zu haben. »Die wenigsten Entscheider können mit diesem Akronym etwas anfangen. Es hat sich im deutschsprachigen Raum nicht durchsetzen können«, konstatiert Ulrich Kampffmeyer, Geschäftsführer der Hamburger Unternehmensberatung Project Consult, die auf Dokumenten- und Content-Management spezialisiert ist. »Die Hersteller erfinden immer wieder neue Visionen, den Anwendern geht es jedoch um alte Themen: Informationen schneller finden und besser nutzen«, kritisiert Martin Böhn, Senior Analyst bei dem Würzburger Beratungshaus BARC.

Vor rund zehn Jahren hatte die Marktforschungs- und Beratungsfirma Gartner den Begriff ECM definiert, der Branchenverband AIIM (Association for Information and Image Management) mischte mit. Große, global agierende Hersteller – namentlich Documentum (heute Teil von EMC), Filenet (inzwischen von IBM übernommen) und Open Text – erweiterten damals ihr Portfolio wesentlich und nahmen neben ergänzenden Modulen zur Handhabung digitaler Dokumente von Archivierung bis Workflow-Management insbesondere auch Komponenten für das Web Content Management in ihre Produktsuiten auf. Hersteller mittlerer Größe wie Stellent (heute Teil von Oracle) und später Alfresco taten es ihnen gleich. Im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten zogen kleine regionale Anbieter nach, die im deutschen Markt eine wichtige Rolle spielen. Weiterhin fehlende Bausteine werden durch Schnittstellen zu Software anderer Anbieter kompensiert oder per OEM-Lizenzierung eingebaut. So findet sich beispielsweise die Software von Kofax für das Input-Management in vielen ECM-Paketen wieder. Auch eine Reihe vorgefertigter Applikationen gibt es inzwischen, etwa zur Rechnungseingangsverarbeitung. Einige Aufmerksamkeit durch Spezialanbieter bekommt nicht zuletzt das Thema Output-Management.

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1. Partielle Lösungen kennzeichnen Enterprise Content Management
2. Web-Content bleibt separat
3. Heterogene ECM-Komponenten koexistieren
4. Mobile, Social und Cloud kommen
5. Schlüsselrolle für die Partner

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