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HPE weltweiter Channel-Chef

Paul Hunters Channel-Mission erfüllt?

21. August 2020, 10:55 Uhr   |  Martin Fryba | Kommentar(e)

Paul Hunters Channel-Mission erfüllt?
© CRN

HPE-Channel-Chef Paul Hunter (rechts) im Gespräch mit Martin Fryba (CRN)

Ja und Nein. Hunter, der neue Chef von HPE USA, hat vielen Partnern leidenschaftlich und tatkräftig den Weg in die IT-Zukunft gewiesen. Die fängt aber gerade erst richtig an.

Der weltweite HPE-Channel-Chef Paul Hunter ist neuer Chef der US-amerikanischen Landesgesellschaft und tritt die Nachfolge von  Dan Belanger an. Belanger hat insgesamt 32 Jahre IT-Branche auf dem Buckel und hat die großen Merger Digital/Compaq und schließlich Compaq/HP miterlebt. Hunter ist 25 Jahre im Konzern, seit 2014 ist er in alle strategischen Konzernentscheidungen eingebunden und ist Leiter der weltweiten Partnerorganisation, für die HPE noch keinen Nachfolger benannt hat.


Hunter habe »Partner First« »verinnerlicht,  unsere Kultur veranschaulicht und unseren Partnern geholfen, die Chancen unserer Edge-to-Cloud-Strategie zu erkennen«, lobt sein Chef Heiko Meyer, die Arbeit seines nun wichtigsten Landeschefs. Damit nicht genug des Lobs. Hunters Führungsstärke wirke laut Meyer nämlich in zwei Richtungen. Hunter habe der HPE-Organisation und Partnern »neue Perspektiven« aufgezeigt.

Nämlich:  Den Wechsel »der Partner von einem transaktionalen zu einem strategischeren Geschäftsergebnismodell«. Hier spielt Meyer auf HPE Greenlake ein, das für den Konzern so wichtige Portfolio für den nutzenbasierten, flexiblen Bezug von IT-Ressourcen. Bis 2022 will HPE nämlich sein gesamtes Portfolio »as-a-Service« anbieten.

Das ist eine gewaltige Transformation des Hardwareherstellers HPE, dessen Erfolg davon abhängt, ob überhaupt die Partner des Konzerns mitziehen und wenn ja, wie schnell sie ihrerseits ihre Geschäftsmodelle von Projektgeschäften in Richtung »Consumptional Business« umbauen. Dass letzteres »die Zukunft ist«, davon ist Meyer überzeugt, wie  auch Hunter.


Ihm ist es gelungen, über 700 HPE-Partner für den Vertrieb von Greenlake zu gewinnen, wie CRN berichtete. Das mag auf den ersten Blick als niedrige Zahl erscheinen angesichts der weltweiten Präsenz von HPE. Andererseits ist die Greenlake-Plattform noch sehr neu, die angebotenen Services wie beispielsweise SAP HANA erst in Kürze verfügbar. Aber ein Anfang ist gemacht und Hunter wie Meyer wissen, wie schwer und langwierig ein solcher fundamentaler Umbau des IT-Bezugs bei Partner ist, die ja vom Projektgeschäft immer noch sehr gut leben.


Insofern hat Hunter als weltweiter Katalysator die Channel-Mission erfüllt, diesen Paradigmenwechsel erfolgreich angestoßen zu haben. Er wird ihn als neuer US-Landeschef in der Sales-Organisation weiter vorantreiben. Noch steht dieser Prozess aber erst am Anfang. Hunters Nachfolger muss, wie sein Vorgänger, ausgesprochene Fähigkeiten eines Technologie-Evangelisten mit Biss für den Vertrieb mitbringen.

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