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q.beyond baut weiter am »krisenfesten Geschäftsmodell«

01. März 2021, 10:59 Uhr   |  Martin Fryba | Kommentar(e)

q.beyond baut weiter am »krisenfesten Geschäftsmodell«
© q.beyond

»Wer die Digitalisierung ernsthaft anpacken will und sein Business transformieren möchte, kommt künftig an der q.beyond AG nocht vorbei«: CEO Jürgen Hermann

Cloud, SAP und IoT für die Branchen Handel, produzierendes Gewerbe und Energie: q.beyond-CEO Jürgen Hermann sieht hier »enormes Potential« für den ehemaligen TK-Provider QSC. Der hohe Anteil an wiederkehrenden Umsätzen soll den IT-Dienstleister nachhaltig in die Gewinnzone führen.

Nach der Umfirmierung von QSC in q.beyond im vergangenen Herbst konzentriert sich der IT-Dienstleister ganz auf seine Wachstumsstrategie »2020plus«. In diesem Jahr plant CEO Jürgen Hermann Erlöse zwischen 160 Millionen Euro und 170 Millionen. Das operative Ergebnis (Ebitda) soll auf fünf Millionen bis zehn Millionen Euro steigen, der Cashflow im Schlussquartal 2021 soll dann endlich positiv ausfallen und nachhaltig positiv bleiben.

Hermann sieht den IT-Dienstleister mit seinen 900 Mitarbeitern auf Kurs. Der hohe Auftragseingang 2020 um plus 21 Prozent stimmt ihn optimistisch. 78 Prozent der Umsätze stammen aus vertragsgebundenem Dienstleistungsgeschäft.  Für Investoren sind diese Recurrings, also wiederkehrende Einnahmen, eine harte Währung bei der Wertermittlung eines Systemhauses. Handeltreibende Wettbewerber mit viel Produktgeschäft kommen nicht auf so hohe Werte. Im Gegensatz zu IT-Dienstleistungen sind die Margen im ITK-Handel gering.

»Die vorhandenen personellen Ressourcen sowie die Infrastruktur gewährleisten Skalierbarkeit und sind der Treiber für den geplanten Ergebnisanstieg«, begründet Hermann seine Strategie für q.beyond. Drei Themen und drei Kundengruppen bilden dieses Kerngeschäft der Kölner und würden sein Geschäftsmodell »krisenfest« machen, so der q.beyond-Chef: Cloud, SAP und IoT sowie Kunden aus dem Handel, produzierendem Gewerbe und dem Energiesektor.

Neue Digitalisierungsplattformen
Mit der neuen Digitalisierungsplattform »StoreButler« steht dem Einzelhandel ab Dezember eine Komplettlösung aus Cloud- und IoT-Technologie zur Verfügung, die eine einfache Vernetzung von Filialen über Sensoren und Edge-Devices erlauben soll. Ebenfalls neu im Portfolio ist »IIoT-Starter-Kit«, das die digitale Anbindung eines bestehenden industriellen Maschinenparks erlaubt. Mit »Edgizer« steht eine weitere Plattform in den Startlöchern, die Edge-Devices und –Software zentral verwaltet.

CEO Hermann drückt aufs Tempo und will weiter über Zukäufe wachsen. Mit der Akquisition von Incloud sowie dem Aufbau einer Niederlassung im lettischen Riga seien bereits zusätzliche Entwicklungskapazitäten geschaffen worden, so q.beyond. Der Chef verweist auf eine »solide Bilanz«, die Eigenkapitalquote von 72 Prozent eröffne »weiteres Wachstumspotenzial«, so Hermann.

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