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Aktienkaufprogramme

q.beyond macht aus Mitarbeitern Aktionäre

15. Oktober 2020, 12:33 Uhr   |  Martin Fryba | Kommentar(e)

q.beyond macht aus Mitarbeitern Aktionäre
© AdobeStock/Johannesspreter

Bereits eine Million Aktien haben CEO und Führungskräfte von q.beyond erworben und hoffen nun auf eine Kursverdopplung. Ein weiteres Kaufprogramm soll dann alle Mitarbeiter zu Aktionären machen.

Angesichts des Fachkräftemangels und der Sorge, qualifizierte IT-Experten könnten von der Konkurrenz abgeworben werden, führt der IT-Dienstleister q.beyond, aus QSC hervorgegangen, zwei Aktienkaufprogramme ein, an denen sich die Belegschaft freiwillig beteiligen kann. Ein bereits laufendes Beteiligungsprogramm ist auf Führungskräfte zugeschnitten. Ab kommendem Jahr können dann alle anderen Mitarbeiter Aktien ihres Arbeitsgebers erwerben. Die Bundesregierung plant aktuell den steuerlichen Freibetrag für Anteilsübertragungen an Mitarbeiter auf 720 Euro anzuheben. Kommt diese Gesetzesänderung, könnten auch q.beyond-Mitarbeiter ab 2021 vom Zuschuss ihres Arbeitgebers profitieren, für den sie bis zu dieser Höchstgrenze keine Steuern bezahlen müssten, wenn sie Aktien ihres Unternehmens kaufen.

     
Laut q.beyond hätten Führungskräfte vom 1. September bis 9. Oktober 2020 bereits insgesamt eine Million Aktien über die Börse erworben. Die Hälfte davon ging ins Depot der Geschäftsleitungsmitglieder. Noch bis Ende 2022 können Führungskräfte weitere Aktien kaufen. Mit Spannung erwarten die angestellten Aktionäre den Kurs am 31. Dezember 2022. Liegt er zu diesem Zeitpunkt bei mindestens 2,80 Euro belohnt das Programm ihr anhaltendes Engagement mit einer fest definierten Zahl von Matching-Aktien, erläutert q.beyond. Deren Ausgabe sei »linear« abhängig von der erreichten Kursentwicklung der Aktie und bei einem Höchstkurs von vier Euro gedeckelt.

»Mit dem Aktienprogramm ergänzen wir unsere Vergütungspolitik. Es ist ein wichtiger Bestandteil, unsere Geschäftspolitik noch stärker auch an den Aktionärsinteressen auszurichten«, sagt CEO Jürgen Hermann. Seine Führungskräfte seien von der Neuausrichtung des IT-Dienstleisters »uneingeschränkt überzeugt und daher wie ich bereit,
privates Geld in erheblichem Umfang in q.beyond-Aktien zu investieren«.


Hermann betont zudem, dass langfristige Wachstumsziele und die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts »für die gesamte Gesellschaft von entscheidender Bedeutung« seien. CEO Hermann selbst hatte zuletzt im Frühjahr 2020 seinen Anteilsbesitz über die Börse um 50 Prozent auf eine Million Aktien aufgestockt.

Dass Hermanns Wachstumsstrategie »2020plus« aufgehen wird, davon ist der Chef überzeugt, wie er im September gegenüber ICT CHANNEL klar machte: »Das Unternehmen wächst kontinuierlich von Quartal zu Quartal, die Auftragseingänge markieren Rekordwerte und selbst in der aktuellen historischen Ausnahmesituation sorgen attraktive Lösungen und wachsende Märkte für weiteren Rückenwind«. Das gesamte q.beyond-Team »zieht an einem Strang«, so Hermann.

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