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Hypervisor KVM runderneuert

Red Hat setzt große Erwartungen in Virtualisierungssoftware

30. Januar 2012, 13:25 Uhr   |  Werner Fritsch | Kommentar(e)

Red Hat setzt große Erwartungen in Virtualisierungssoftware

Bild: Fotolia, Pixeltrap

Der Open-Source-Protagonist Red Hat möchte sich mit der Version 3.0 seiner Software Enterprise Virtualization als kostengünstige Alternative zu VMware im Markt etablieren. Partner sollen dabei mithelfen.

»Virtualisierungssoftware soll neben dem Betriebssystem Linux und der Middleware JBoss zum dritten Standbein werden«, sagt Werner Knoblich, Vice President EMEA bei Red Hat. Virtualisierung sei außerdem die Grundlage für Clouds, auch dafür hat Red Hat inzwischen Software. Bislang spielt der Hypervisor KVM des Open-Source-Protagonisten im Markt keine nennenswerte Rolle. Doch die Zeit scheint für eine Offensive günstig zu sein: Gary Chen, Analyst bei der Marktforschungsfirma IDC, erwartet, dass sich Unternehmen bei der Virtualisierung von x86-Servern öfter nach Alternativen umsehen werden. Denn der Marktführer VMware, auf den mehr als 80 Prozent dieses Segments entfallen, scheint seine dominierende Stellung bei den Preisen auszunutzen.

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Red Hats Hypervisor KVM war ursprünglich auf die Windows-Welt zugeschnitten und die Konsole erforderte bisher Microsoft-Technologien. Red Hat hatte sich trotzdem entschieden, das Produkt den Kunden anzubieten: »Time to market war uns wichtiger als reine Open Source«, erinnert sich Knoblich. Die Kunden fanden es jedoch wenig attraktiv, wegen der erforderlichen Verwaltungsaufgaben sich zusätzlich mit der Microsoft-Welt beschäftigen zu müssen. »Das haben wir unterschätzt«, räumt er ein. Doch nun soll sich alles zum Besseren wenden: Die ab sofort verfügbare neue Version 3.0 des Produkts Enterprise Virtualization ist komplett Open Source, für Verwaltungsaufgaben gibt es jetzt Java-Software.

Traditionell seien Linux-Server besser ausgelastet als Windows-Systeme, doch auch hier lasse sich mit Virtualisierung einiges verbessern. Der Virtualisierungsgrad sei bis jetzt gering. Außerdem können per Virtualisierung auf Red Hats Enterprise Linux Windows-Workloads ablaufen, umgekehrt lassen sich Linux-Workloads auf Windows virtualisieren. Zu diesem Zweck hat Red Hat vor drei Jahren ein Technologie-Abkommen mit Microsoft geschlossen.

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2. Windows-Workloads auf Linux-Servern

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