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Redhats Weg aus der Bedeutungslosigkeit bei Virtualisierung

25. Februar 2009, 11:58 Uhr   |  Werner Veith | Kommentar(e)

Redhats Weg aus der Bedeutungslosigkeit bei Virtualisierung

Mit dem Kauf von Qumranet erwarb Redhat die Desktop-Virtualisierungslösung »Solid ICE«. Diese ist Teil von Redhats Virtualisierungsstrategie.

Nun wirft auch Redhat ihren Hut in den Ring mit einer eigenen Strategie für Virtualisierung. Damit stellt sich der Linux-Anbieter vor allem gegen Vmware, aber auch Citrix und Microsoft sind Gegner.

Vmware liegt mit ihren Virtualsierungslösungen weit vorne. In einer Umfrage von Datalog Software setzen 71 Prozent der Befragten Vmware zum Management für Virtualisierung ein. Die gleiche Studie führt Open-Source-Lösungen bei einem Prozent. Dazu gehört auch Redhat. Der »XenServer« von Citrix liegt hier bei 7 Prozent und Microsoft liegt davor immerhin noch bei 10 Prozent. Mit einer eigenen umfassenden Virtualisierungsstrategie will und muss Redhat aus diesem Loch herauskommen. Basis dafür ist der Kauf von Qumranet im September 2008. Zu den Produkten gehören »KVM« (Kernel-based-Virtualiztion-Machine), »SolidICE/SPICE« und Management-Technologien. Mit KVM soll Virtualisierung Teil von Redhats »Enterprise Linux« werden. Mit der Verwaltung steht und fällt die Virtualisierung. Deshalb ist der »Enterprise Virtualization Manager for Servers« ein wesentlicher Bestandteil des Redhat-Plans. Er bringt unter anderem Live-Migration, Hochverfügbarkeit, Image-Manger, Thin-Provicioning oder System-Scheduler.

Das Unternehmen geht in ihrer Virtualisierungsoffensive mit dem »Enterprise Virtualization Manager for Desktops« aber noch einen Schritt weiter. Dies ist sicher notwendig, denn auch Citrix, Microsoft und Vmware haben ihre Lösungen für Desktop-Virtualisierung. Hier kommt Quamranets Solid-Ice-Technologie ins Spiel. Spice übernimmt dabei die Remote-Darstellung. Schließlich ergänzt noch ein separater »Enterprise Virtualization Hypervisor« das Ganze.

Die Umsetzung ihrer Strategie plant Redhat in nächsten drei bis 18 Monate. Erste Ergebnisse sollen Mitte 2009 kommen. Mit ihrem Plan reagiert das Unternehmen auf die zunehmende Bedeutung von Virtualisierung. Gleichzeitig hat dies auch zur Folge, dass die Bedeutung der einzelnen Betriebssysteme abnimmt. Mit dem Vorhaben sichert sich der Hersteller also die Chance, auch langfristig als Hersteller eine Rolle zu spielen.

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