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Sieben Tech-Trends für das neue Jahr

6. Dezember 2022, 15:30 Uhr | Wilhelm Greiner
Ciscos Chief Strategy Officer Liz Centoni
Sieht Security, IoT, KI und Nachhaltigkeit 2023 an Bedeutung gewinnen: Ciscos Chief Strategy Officer Liz Centoni
© Cisco

Auch im neuen Jahr wird vieles beim Alten bleiben: Der Fokus der Wirtschaft dürfte sich weiterhin darauf richten, die Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Dazu, wie sich das am besten erreichen lässt, hat die IT-Branche einen Vorschlag: mit IT!

Vor diesem Hintergrund skizziert Liz Centoni, Chief Strategy Officer und General Manager of Applications bei Cisco, im nachfolgenden Gastkommentar sieben Technologietrends für 2023.

Im Zentrum der IT-Aufgaben stehen 2023 IT-Security und Effizienzsteigerung: Laut Gartner werden bis 2025 60 Prozent der Unternehmen weltweit Zero Trust als Grundlage ihrer Security-Architektur definieren – und 80 Prozent der Unternehmen weltweit werden eine Strategie implementieren, die Web-Anwendungen, Cloud-Services und private Apps über eine einheitliche Plattform laufen lassen. Dazu werden auch KI und Nachhaltigkeit immer wichtiger.

1. Anwendungs- und API-Sicherheit: Da moderne Cloud-Native-Umgebungen immer mehr zum Geschäftsmotor werden, ist deren Schutz entscheidend. Im Jahr 2023 werden Entwickler weitere Tools an die Hand bekommen, um verteilte Anwendungsarchitekturen zu verwalten und zu sichern. Außerdem wird es eine weitere Entwicklung hin zu Tools geben, die es Entwicklern, SREs (Site Reliability Engineer, Hochverfügbarkeitsfachkraft) und Sicherheitsexperten ermöglichen, nahtlos zusammenzuarbeiten. Das Ganze trägt dann das klangvolle Akronym CNAPP – Cloud Native Application Protection Platform.

2. Vormarsch der Quantenkryptografie: Die Übermittlung von Schlüsseldaten stellt ein grundsätzliches Sicherheitsrisiko dar. Die Technik der Quantenschlüsselverteilung (Quantum Key Distribution, QKD) wird sich als besonders wirkungsvoll erweisen, da sie eine Verteilung der Schlüssel über einen unsicheren Kanal vermeidet. Im Jahr 2023 steht mit der Einführung von QKD in Rechenzentren, IoT (Internet of Things), autonomen Systemen und 6G ein neuer Makrotrend bevor.

3. Unternehmenseffizienz steigern dank Full-Stack Observability (FSO): Zu viele Daten mit zu wenig Kontext – vor dieser Herausforderung stehen viele Unternehmen derzeit bei ihrem Monitoring. Viele der erhobenen Datenmengen bringen der Unternehmensführung keinen echten Mehrwert. Das wird sich ändern. Der Ansatz des Full-Stack Observability optimiert Geschäftsprozesse und wird sich im Jahr 2023 zunehmend durchsetzen.

4. IoT macht Lieferketten resilienter: Unternehmen und Logistikdienstleister werden das Internet der Dinge zunehmend nutzen, um 2023 vollständige Transparenz in ihre Lieferketten zu bringen. IoT und andere Techniken werden nicht nur eine größere Rolle bei der Verbesserung der Widerstandsfähigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit von Lieferketten spielen, sondern auch die Cybersicherheit und das IT/OT-Netzwerk-Management verbessern. Unternehmen und Logistikanbieter werden ihre Lieferketten auf der Grundlage prädiktiver und präskriptiver Modelle, einschließlich intelligenter Verträge und verteilter Hauptbücher, neu konfigurieren.

5. Optimierung von Multi-Cloud-Ressourcen: 2023 ist das Jahr, in dem sich Unternehmen den Herausforderungen des Cloud-Managements stellen werden. Sie werden zahlreiche ihre Cloud-Ressourcen optimieren – auch um größere Leistungsprobleme ihrer Multi-Cloud-Infrastruktur zu beheben oder ihnen vorzubeugen. Maschinelles Lernen und Deep Analytics kommen dabei verstärkt zum Einsatz.

Außerdem werden wir Innovationen erleben, die eine integrativere und nachhaltige Zukunft für alle schaffen.

6. Nachhaltige Rechenzentren: Net Zero bleibt 2023 weiter das Handlungsziel, um Rechenzentren in eine nachhaltigere Zukunft zu führen. Dazu tragen große Fortschritte bei Power over Ethernet (PoE) bei. Netzwerke und APIs werden in der Verwaltung von Rechenzentrumsplattformen weiterentwickelt, um den Energieverbrauch zu überwachen, zu verfolgen und zu ändern. IT-Anbieter und Ausrüstungspartner werden transparent sein bei der Wiederverwendung von Hardware (Kreislaufwirtschaft).

7. Verantwortungsvolle KI: Auch im Jahr 2023 werden Einzelpersonen und Organisationen künstliche Intelligenz einsetzen, um unethische und gesellschaftlich zerstörerische Ziele zu erreichen. Industrie, Regierungen, Hochschulen und NGOs werden darum gemeinsam einen Rahmen für einen ethischen und verantwortungsvollen Umgang mit künstlicher Intelligenz ausarbeiten, um den möglichen Schaden zu begrenzen. Dieser Rahmen wird auf Grundsätzen wie Transparenz, Fairness, Rechenschaftspflicht, Datenschutz, Sicherheit und Zuverlässigkeit beruhen und erste Meilensteine auf dem Weg zur „verantwortungsvollen KI“ setzen.

Zuerst erschienen auf lanline.de.

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