Digitale Panne

Softwarefehler sperrt Tesla-Fahrer aus

Tesla Phone Key
© Tesla

Weil die zugehörige App streikte, konnten einige Tesla-Besitzer ihre Fahrzeuge am Wochenende mehrere Stunden nicht mehr aufsperren und starten.

Die enge Verzahnung von Hard- und Software gilt gemeinhin als einer der größten Vorteile von Tesla gegenüber den Elektromobilen der altgedienten Autohersteller. Dass genau das allerdings auch zum Problem werden kann, zeigte sich am vergangenen Freitag, als es für mehrere Stunden Probleme mit der Tesla-App gab. Weil sich die Fahrzeuge darüber unter anderem bequem aufsperren und starten lassen, nutzen einige Fahrer diese komplett als Ersatz für ihren Schlüssel oder die Schlüsselkarte. Wegen des Ausfalls funktionierte das jedoch zumindest bei einigen nicht mehr. In den sozialen Netzwerken meldeten sich weltweit mehrere verärgerte Kunden von Amerika bis Südkorea, die plötzlich nicht mehr in ihr Fahrzeug kamen oder ihre Reise nach einem Ladestopp nicht mehr fortsetzen konnten. Andere wiederum hatten eine Panne, konnten wegen des Ausfalls jedoch ihren Standort nicht an die Servicemobile des Herstellers übermitteln.

Das führte letztlich sogar dazu, dass sich Tesla-Chef Elon Musk persönlich der Sache annahm. Per Twitter versprach er den Betroffenen, sich sofort um die Angelegenheit zu kümmern. Wenig später vermeldete er dann schon Erfolg in Form der baldigen Rückkehr der App-Dienste und versprach, das Unternehmen werde sich darum kümmern, dass das nicht noch einmal vorkomme. Was die genaue Ursache für den Stillstand war, ist bislang nicht ganz klar. So hatten sich schon am Freitag andere Kunden auf die Beschwerden hin gemeldet und erklärt, bei ihnen funktioniere trotz der ausgefallenen App alles wie gewohnt. Eine Erklärung dafür könnte etwa sein, dass nur all jene Nutzer ausgesperrt wurden, die sich vor dem Crash aus der App ausgeloggt oder ihre NFC-Verbindung deaktiviert hatten.


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