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Corona-Welle drückt auf Geschäftsklima

Stimmung in der deutschen Wirtschaft verschlechtert sich

26. Oktober 2020, 14:07 Uhr   |  dpa | Kommentar(e)

Stimmung in der deutschen Wirtschaft verschlechtert sich
© mihacreative - AdobeStock

Droht einer erneuter Lockdown? Die Sorgen in der deutschen Wirtschaft wachsen. Die Erholung der Konjunktur verliert an Schwung.

Die anschwellende Infektionswelle dämpft die Stimmung in der deutschen Wirtschaft und dürfte den Aufstieg aus dem Corona-Tal ausbremsen. Der Aufwärtstrend beim Ifo-Geschäftsklima als wichtigem Konjunkturindikator ist vorerst gestoppt. »Angesichts steigender Infektionszahlen nehmen die Sorgen der deutschen Wirtschaft zu«, stellte Ifo-Präsident Clemens Fuest am Montag fest. »Die Unternehmen blicken deutlich skeptischer auf die Entwicklung in den kommenden Monaten.«

Nach Einschätzung der Bundesbank wird die deutsche Wirtschaft im laufenden Vierteljahr ihre Erholung zwar fortsetzen, »dabei jedoch eine erheblich langsamere Gangart einlegen«. Die Notenbank schreibt in ihrem ebenfalls am Montag veröffentlichten Monatsbericht Oktober: »Das Vorkrisenniveau dürfte auch zum Jahresende noch deutlich unterschritten werden.«

Die zuletzt rasant steigende Zahl der Corona-Neuinfektionen drückt die Stimmung in deutschen Unternehmen. Im Oktober fiel das Ifo-Geschäftsklima im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Punkte auf 92,7 Punkte und damit stärker als erwartet. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 93,0 Punkte gerechnet.

Zuvor war der Ifo-Index, für den Monat für Monat etwa 9.000 Unternehmen nach ihrer wirtschaftlichen Einschätzung befragt werden, fünf Monate in Folge gestiegen. Damit schien die Trendwende nach einem drastischen Einbruch im März und April geschafft, als die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie Wirtschaft und Gesellschaft in weiten Teilen lahmgelegt hatten.

Im zweiten Quartal 2020 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der größten Volkswirtschaft Europas um 9,7 Prozent zum Vorquartal abgesackt. Dies war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes der stärkste Rückgang seit Beginn der vierteljährlichen BIP-Berechnungen in Deutschland 1970. Erste Zahlen für das dritte Vierteljahr will das Bundesamt an diesem Freitag (30.10.) veröffentlichen.

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