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Stolpersteine im Home Office

25. November 2020, 13:28 Uhr   |  Lars Bube | Kommentar(e)

Stolpersteine im Home Office
© famveldman - AdobeStock

Über 80 Prozent der deutschen Firmen haben die Umstellung auf das Home Office nach eigener Einschätzung gut gemeistert. Trotzdem kämpfen auch viele mit Problemen, die von fehlender Bandbreite bis hin zu Produktivitätseinbußen reichen.

Die Covid-Pandemie beschleunigt die Digitalisierung in Deutschland und der Welt nachhaltig. Mit den Beschränkungen mussten viele Unternehmen gewachsene Strategien schnell den veränderten Realitäten anpassen und neue Wege gehen. Mit am deutlichsten zeigt sich das beim mobilen Arbeiten. Innerhalb weniger Monate wurde aus dem weltweiten Sinnbild für die Bürokultur eine Nation im Home Office. Ein Schritt, den viele Unternehmen entweder erst deutlich später oder auch gar nicht gehen wollten. Doch trotz der zahlreichen damit verbundenen Herausforderungen, die von der Bereitstellung der passenden Hard- und Software über organisatorische Fragen bis hin zur Absicherung der Heimarbeitsplätze reicht, haben die meisten Unternehmen diesen Wandel nicht nur aus Sicht der meisten Experten gut gemeistert. Gleichzeitig bleibt aber noch einiges zu erledigen, um diesen Modus auch dauerhaft fahren zu können, wie es sich viele Arbeitnehmer und Verantwortliche wünschen.

In einer aktuellen Befragung des Ifo-Instituts unter knapp 1.200 deutschen Managern und Personalleitern geben 84 Prozent an, die Umstellung auf Home Office sei ihnen leicht gefallen. Bei denjenigen, die dennoch mit Problemen zu kämpfen hatten, lag dies vor allem an noch nicht auf die mobile Welt vorbereiteten Infrastrukturen im Unternehmen und auch im Land. So gaben 55 Prozent von ihnen an, es habe an technischen Voraussetzungen gemangelt. Ein Hindernis, das sich mit entsprechendem Einsatz meist schnell lösen lässt. Schwieriger bis unmöglich ist das hingegen bei der fehlenden Bandbreite für das Home Office oder die Anbindung an die Zentrale, die 40 Prozent derjenigen Unternehmen bei denen die Umstellung nicht ganz reibungslos lief, zu schaffen macht. Noch immer gibt es zu viele weiße Flecken auf der Breitband-Landkarte, in denen Videokonferenzen schlichtweg unzumutbar bis nicht machbar sind – vor allem, wenn auch die Nachbarn parallel über das Netz arbeiten.

Im Gegensatz zur Technik machten die Arbeitnehmer hingegen kaum Probleme. Lediglich 19 Prozent der Befragten beobachteten bei ihren Angestellten teilweise eine mangelnde Motivation, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Bei noch etwas weniger der Unternehmen (18 Prozent) mussten mangelnde IT-Kenntnisse einiger Mitarbeiter und Teams ausgeglichen werden.

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2. Keine Dauerlösung: Mangelnde Kommunikation und Abstimmung

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