Virtualisierung: Desktop-Systeme

Sun mit »virtuellen« Windows- und Linux-Desktops

10. März 2008, 14:46 Uhr | Bernd Reder | Kommentar(e)
Sun will seine Produktpalette auf dem Gebiet Virtualisierung umdie Komponente Desktop-Virtualisierung erweitern.

Ein Scheibchen Desktop-Virtualisierungsmarkt will sich Sun Microsystems abschneiden. In Kürze werde das Unternehmen ein entsprechendes Komplettpaket anbieten, so ein Sun-Manager.

»Wir werden die Lösung bald ankündigen«, so Steve Wilson, Vizepräsident von Sun Microsystems. Sie soll sowohl Linux als auch Windows unterstützen.

Das Paket besteht aus einer Software von Sun, die auf Server-Systemen im Rechenzentrum installiert wird. Sie hält die virtualisierten Desktops vor, auf die User von Arbeitsplatzrechnern, Notebooks und sogar von Smartphones aus zugreifen können.

Für rund 200 Dollar erhalten die Nutzer zudem Thin-Client-Systeme, inklusive eines Monitors. Der Vorteil: niedrigere Kosten im Vergleich zu einem klassischen »Fat Client«, also einem Standard-PC.

Ebenfalls günstig auf die Kosten wirkt sich aus, dass die Desktops zentral aufgesetzt und verwaltet werden können. Die IT-Abteilung muss daher nicht Arbeitsplatzsysteme vor Ort in Außenstellen oder Heimbüros aufsetzen oder die Hilfe eines (Hilfs-)Experten dort in Anspruch nehmen, also eines »Resident Guru«.

Know-how aus Deutschland

Technische Details der Desktop-Virtualisierungslösung will Sun erst bei der offiziellen Vorstellung der Produktlinie bekannt geben. Die Basis dürfte jedoch Suns Virtual Desktop Infrastructure Software bilden. Offen ist, ob als Thin-Client der Sun Ray 2 Virtual Display Client zum Zuge kommt.

Zu den schärfsten Rivalen von Sun auf diesem Sektor zählt Vmware. Die Firma hat mit Virtual Desktop Infrastructure (VDI) und Vmware ACE zwei passende Produkte im Portfolio. Gleiches gilt für Citrix mit Citrix Xen Desktop. Derzeit ist die Beta-Version der Software verfügbar.


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