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Openoffice ist kein sterbendes Pferd

Sun wehrt sich gegen Kritik an OpenOffice

20. Januar 2009, 11:14 Uhr   |  Werner Veith | Kommentar(e)

Sun wehrt sich gegen Kritik an OpenOffice

Knapp drei Millionen Nutzer haben »OpenOffice 3.0« seit Oktober heruntergeladen.

Zum Jahreswechsel hat der Entwickler Michael Meeks mit einem Rundumschlag gegen »OpenOffice« für Diskussionen gesorgt. Die deutschen Projektleiter von Sun weisen diese Kritik zurück.

Es ist höchst ungewöhnlich, dass sich ein Entwickler über ein Projekt, an dem er selbst mitarbeitet, in einer so negativen Weise äußert, wie dies Michael Meeks von Novell über »OpenOffice« (OO) getan hat: Er nennt OO ein grundlegend krankes Projekt und sterbendes Pferd. Sun ziehe sich allmählich zurück, der Anteil der Community-Entwickler sei verschwindend klein. Die Benutzungsoberfläche sei unangenehm, die Leistung schlecht und die Software langsam. Meeks sieht deshalb die beste Lösung darin, Sun das Open-Office-Paket aus der Hand zu nehmen.

Alles Kritikpunkte, die Michael Bemmer, Senior-Director Collaboration StarOffice/OpenOffice.org & Communication-Product bei Sun, so nicht auf sich beruhen lassen will. Er weist die Kritik energisch zurück. Tatsächlich sei OO keineswegs ein sterbendes Pferd, sondern ein erfolgreiches und weiter expandierendes Projekt. Ende Januar werde die Version 3.0.1 erscheinen, im März die Version 3.1. mit neuer Benutzungsoberfläche und verbesserter Performance.

2,5 bis drei Millionen Downloads pro Woche sprächen für sich, insbesondere die neue Mac-Version stoße auf hohes Interesse. Zwar sei nach einem Ansturm in der Beta-Phase die Zahl der Mac-Downloads mittlerweile auf vier Prozent der Gesamtzahl zurückgegangen. Das entspreche aufs Jahr hochgerechnet immer noch einer Zahl von fünf Millionen Downloads.

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1. Sun wehrt sich gegen Kritik an OpenOffice
2. Extensions aus der Community
3. Keine Foundation

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