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KMUs verschlafen Migration

Support-Ende für zahlreiche Microsoft-Produkte

10. September 2020, 19:20 Uhr   |  Lars Bube | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Migration verschlafen

Obwohl das Support-Ende seit Jahren bekannt ist, lohnt es sich für Systemhäuser dennoch wieder einmal, die Kunden in aller Deutlichkeit darauf hinzuweisen. Das bestätigt beispielsweise eine aktuelle Erhebung des Security- und Groupware-Anbieters Intra2net. Bei der Untersuchung von mehr als 1.300 PC-Arbeitsplätzen in über 100 Unternehmen stellte sich heraus, dass viele Firmen den dringend angezeigten Wechsel auf eine neuere Office-Version bisher noch nicht umgesetzt haben. Während es einige schlicht verschlafen haben dürften, steckt dahinter in den meisten Fällen sogar Absicht. Meist sind eigene oder von Drittanbietern geschriebene Add-Ons im Einsatz, deren Anpassung die Migration deutlich verkompliziert.

Große Unternehmen haben solche Migrationen meist gut im Griff, bei Kleinunternehmen und im Mittelstand ist die Lage jedoch signifikant schlechter. So registrierte Intra2net auf fast einem Drittel (31 Prozent) der Arbeitsplätze in KMUs noch eine aktive Version von Office 2010 oder Einzelprodukten daraus wie Word oder PowerPoint. Im Vergleich zu einer ähnlichen Erhebung von Anfang 2019 haben es seither nur rund ein Viertel der KMUs geschafft, die Migration auf eine neuere Version zu vollziehen. Als ganz hartnäckig erweisen sich darüber hinaus 5 Prozent, die sogar das noch ältere Office 2007 einsetzen, das bereits seit drei Jahren ohne Support ist.

Damit ist Office 2010 bei den KMUs aktuell noch immer weiter verbreitet wie der Nachfolger Office 2013 (22 Prozent) und ähnlich oft im Einsatz wie Office 2016 (34 Prozent). Kaum eine Rolle spielt hingegen das aktuelle Office 2019. Auch wenn sich seine Verbreitung in kleinen und mittleren Unternehmen laut der Erhebung im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht hat, sind es nur 8 Prozent der Unternehmen, die auf dem neuesten Stand sind.

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3. Wechsel-Optionen

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