Konzentration im Systemhausmarkt

Systemhaus Cramer geht an Beteiligungsgruppe

1. Dezember 2021, 9:53 Uhr | Michaela Wurm | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Weitere Übernahmen nicht ausgeschlossen

Stephan und Dagmar Schmidt besiegeln mit Christian Cramer die Verschmelzung beider Firmen (von links)
2020 besiegelten Stephan und Dagmar Schmidt mit Christian Cramer (rechts) die Verschmelzung ihrer beiden Firmen
© Systemhaus Cramer

„Als neue Unternehmensgruppe sind wir in der Lage, Projekte mit deutlich größerem Volumen und höherer geographischer Reichweite umzusetzen, als es die Einzelunternehmen bisher vermochten“, erklärt Christian Cramer. Zusätzlich würden die Kunden von einem deutlich erweiterten Produkt- und Serviceangebot des Zusammenschlusses profitieren.

Für ein vergrößertes Portfolio und die Erweiterung des technischen Know-hows hatte Cramer das 1992 gegründete Systemhaus vor knapp zwei Jahren mit der EDV-Service Schmidt GmbH zusammengeführt (ICT CHANNEL berichtete).

Seit dem 1. Januar 2020 firmiert das fusionierte Unternehmen unter der gemeinsamen Marke als Systemhaus Cramer. Dagmar und Stephan Schmidt, die Geschäftsführer von EDV-Service Schmidt, blieben gemeinsam mit Christian Cramer Teil der Geschäftsleitung. Auch der bisherige Kölner Standort der EDV-Service Schmidt blieb bestehen.

Die Unternehmensgruppe will weiterwachsen, sowohl organisch als auch anorganisch. Dabei sei es allerdings wichtig, die Geschwindigkeit richtig zu dosieren, betont Cramer: „Die Konsolidierung im Systemhaus-Markt schreitet weiter rasant voran.“ Immer mehr Beispiele zeigten jedoch, dass erfolgreiches und nachhaltiges Wachstum nicht allein durch ein möglichst hohes Tempo und maximales Volumen gelänge. „Wir denken langfristig und werden uns die Zeit nehmen, insbesondere Neuakquisitionen tief in die Unternehmensgruppe, ihre Prozesse und das gemeinsame Portfolio zu integrieren, bevor wir den nächsten Schritt machen.“ Übergeordnetes Ziel bleibe, so Cramer, die Kundenzufriedenheit in den Mittelpunkt zu stellen und eine langfristige Kundenbeziehung zu etablieren.

Mit dem Verkauf seiner Anteile schlägt Cramer auch persönlich ein neues Kapitel auf. „Mir war es wichtig, einerseits die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft unseres Unternehmens zu stellen, das ich vor fast 30 Jahren gegründet habe, und andererseits den weiteren Weg aktiv mitgestalten zu können.“ Durch den Eintritt in die Unternehmensgruppe, als Gesellschafter und CEO, und die Fortsetzung der Tätigkeit als Geschäftsführer beim Systemhaus Cramer sei beides perfekt miteinander vereinbar.


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