ITK-Systemhaus der Salzgitter AG übernimmt Exabyters

Telcat kauft sich Zukunftstechnologie

20. Februar 2018, 13:49 Uhr | Martin Fryba | Kommentar(e)

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Einsicht aus Fehlern anderer

Mike Bergmann: Sieht die Zukunft seiner 30 Mitarbeiter an der Seite eines großen ITK-Systemhauses über Jahre gesichert
Mike Bergmann: Sieht die Zukunft seiner 30 Mitarbeiter an der Seite eines großen ITK-Systemhauses über Jahre gesichert
© ICT CHANNEL

Bergmann beobachtet schon seit Jahren den Wandel seiner Branche vom klassischen Projektgeschäft hin zu neuen IT-Bereistellungsmodellen als Service-Dienstleistung. Aus Gesprächen mit über 300 Systemhaus-Verantwortlichen pro Jahr, die Bergmanns Seminare besuchen, kennt er die Nöte dieses Strukturwandels aus erster Hand. Es gäbe sehr viele Systemhäuser, die auf den Managed-Service-Zug aufspringen oder auch Rechenzentrumsdienste anbieten, aber den Sprung in die Gewinnzone nicht schaffen oder das nötige Kapital für Modernisierungen ihrer Datacenter nicht aufbringen könnten.

»Man braucht hierfür eine gewisse Größe. Unter sieben Mitarbeitern ist es nicht möglich, Managed Services gewinnbringend anzubieten«, zieht Bergmann ein Fazit aus so manchen Insolvenzen von Wettbewerbern, die er genauer studiert hat.

Als Gründe nennt er zum einen die sich im Zuge eines Geschäftsmodellwechsels verändernden Einnahmeströme eines Systemhauses: Statt hohe Einmalumsätze müssen Managed Service-Provider auf regelmäßig fließende, aber dafür geringere monatliche Erlöse umstellen. Eine Zwickmühle, aus der viele Systemhäuser nicht herausfinden. Zum anderen setzt der Umstieg auf Managed Services zwingend voraus, dass sich Systemhaus-Chef mit Themen wie Rationalisierung, Automation und 24x7-Betrieb auseinandersetzen. »Dafür fehlt kleinen Anbietern schlicht die Zeit«, sagt Bergmann.

Exabyters bleibt Gründer Mike Bergmann weiter verbunden, nicht als Geschäftsführer, denn diese Aufgabe fällt künftig Hendrik Eifler zu, der gemeinsam mit Prokuristin Margot Gaenicke-Kaffke die Geschicke des Systemhauses aus Uelzen leiten wird. Er hält noch weiter Anteile an Exabyters und bleibt mit seiner zweiten Firma, der auf Ticketsysteme, Intranet und Webentwicklung spezialisierten Visoma, im gleichen Gebäude präsent. »Zur Hälfte Visoma, zur anderen Hälfte werde ich weiter Seminare geben«, sagt er im Gespräch mit CRN.


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