Nach Management-Buyout

Unicon will Platzhirsch Igel Paroli bieten

29. November 2021, 8:45 Uhr | Michaela Wurm | Kommentar(e)
Philipp Benkler
Philipp Benkler, CEO von Unicon
© Unicon

Cloud-Software-Spezialist Unicon hat sich vor kurzem mittels Management-Buyout von der Konzernmutter Fujitsu abgenabelt. CEO Philipp Benkler will jetzt den Channelvertrieb des Thin-Client-Betriebssystems “eLux“ forcieren, um dem deutschen Platzhirschen Igel Paroli zu bieten.

Im Markt für Thin-Client-Betriebssysteme ist der deutsche Anbieter Igel eine Nummer für sich. Unicon ist zwar auch schon seit über 20 Jahren mit seinem aktuellen Software-Portfolio in diesem Markt unterwegs, aber bis heute unter dem Radar geflogen. Das soll sich nun ändern. Das Management hat gemeinsam mit einem von Familienunternehmen unterstützten Investor als Partner zum 1. November 2021 sämtliche Anteile von der Fujitsu Technology Solutions GmbH übernommen (ICT CHANNEL berichtete).

Mit dem Management-Buyout schwimmt sich der Softwareanbieter unter seinem neuen CEO Philipp Benkler von der Konzernmutter frei, die Unicon vor 11 Jahren übernommen hatte. Der japanische Konzern war seitdem aber weder im Firmennamen noch im Markenauftritt in Erscheinung getreten. “Wir wurden nie integriert, weil wir Hardware-unabhängig bleiben wollten“, berichtet Benkler im Gespräch mit ICT CHANNEL.

Zwar läuft das von Unicon entwickelte schlanke Linux-Betriebssystem „eLux“ auch auf den Thin Clients von Fujitsu und wurde auch von den Fujitsu-Partnern mitvertrieben, aber eben nicht nur. eLux, die Cloud-Management-Lösung „Scout“ und das „Scout Cloud Gateway“ funktionieren mit jeder Hardware, auch auf den Geräten von Dell Wyse, HP und Lenovo und weiteren Herstellern. „Wir schauen, wer da noch alles so dazukommt“, so Benkler. Unicons großer Vorteil sei, „Wir haben nie Hardware gebaut und werden auch nie Hardware bauen. Wir setzen auf die vier großen Hardware-Player, das ist ein starker USP. Igel macht das streng genommen erst seit einem Jahr.“


  1. Unicon will Platzhirsch Igel Paroli bieten
  2. Kein Direktvertrieb
  3. Mehr Sichtbarkeit im Midmarket

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