Studie von Qualtrics

Unternehmenskultur nach der Pandemie

26. August 2022, 11:00 Uhr | Sabine Narloch | Kommentar(e)
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Die Auswirkungen der Pandemie auf die Unternehmenskultur hat eine Studie von Qualtrics, Anbieter im Bereich Experience Management, beleuchtet. Dabei zeigt sich bei einer wesentlichen Frage eine Patt-Situation.

In vielen Unternehmen wurde die Pandemie zur Initialzündung, die Digitalisierung in die Tat umzusetzen. Doch wie haben sich diese Veränderungen auf die Unternehmenskultur ausgewirkt? Laut einer im April und Mai 2022 gemachten Befragung unter 3.209 ArbeitnehmerInnen in Großbritannien, Frankreich und Deutschland zeigt sich ein durchaus zwiespältiges Bild: So gab zwar die Hälfte an, dass sich die Pandemie positiv auf die Unternehmenskultur ausgewirkt habe (Frankreich 50 Prozent, Deutschland 48 Prozent, Großbritannien 62 Prozent). Das heißt im Umkehrschluss aber auch: Die andere Hälfte sieht keine Verbesserung oder sogar eine Verschlechterung.

Ein Faktor, der dazu beitrug, die Arbeitskultur positiv zu erleben, war demnach, dass Führungskräfte gut zuhören; das sagten von den deutschen Befragten 50 Prozent. Da der persönliche Austausch während der Pandemie eingeschränkt war, verlagerten ManagerInnen die Kommunikation auf digitale Kanäle. Mitunter fand dort dann eine intensivere Kommunikation stand als zuvor, wodurch sich MitarbeiterInnen besser verstanden gefühlt hätten.

„Verbesserte Kommunikation ist ein klarer Motor für die Verbesserung der Unternehmenskultur. Die Aufgabe der Führungskräfte besteht darin, zur richtigen Zeit richtig zuzuhören und auf diese Informationen zu reagieren, um sicherzustellen, dass ihre Mitarbeiter engagiert bleiben“, so Roland Abel, Head of Employee Experience (EX) Solution Strategy DACH, bei Qualtircs.

Bei den negativen Veränderungen seit Beginn der Pandemie nannten 15 Prozent der deutschen Befragten die Uneinigkeit unter den KollegInnen sowie eine niedrige Arbeitsmoral (12 Prozent). Auch haben die letzten zwei Jahren offensichtlich nicht überall zu einer besseren Work-Life-Balance geführt. Nur 15 Prozent der deutschen Befragten sehen hier eine Verbesserung für sich, 18 Prozent sind der Meinung, dass das Wohlbefinden der Mitarbeitenden keine Rolle mehr spiele. Hier seien laut Studienautoren die Unternehmen gefordert, auf Feedbacks einzugehen.

Grundsätzlich waren aber 51 Prozent der deutschen Befragten der Meinung, dass die Arbeit zu ihrer persönlichen Erfüllung beitrage.

Zur Methode: Die Studie wurde zwischen dem 7. April und dem 1. Mai 2022 unter 3.209 Befragten in Großbritannien (n=1.170), Frankreich (n=1.021) und Deutschland (n=1.018) durchgeführt. Die Befragten waren mindestens 18 Jahre alt und in Vollzeit beschäftigt. Antworten von Befragten, die die Qualitätsstandards nicht erfüllten, wurden nicht berücksichtigt.

Zuerst erschienen auf funkschau.de.

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