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Monopolisten im Fokus

US-Abgeordnete wollen Macht der Tech-Konzerne einschränken

07. Oktober 2020, 09:46 Uhr   |  dpa | Kommentar(e)

US-Abgeordnete wollen Macht der Tech-Konzerne einschränken
© Daniel - AdobeStock

Amazon, Apple, Facebook und Google sind die Stars der US-Wirtschaft. Die großen Digitalkonzerne sind nicht nur in den USA erfolgreich, sondern dominieren auch international. Diese Vormachtstellung ist inzwischen auch etlichen US-Abgeordneten unheimlich.

Im US-Kongress verdichten sich Pläne, die großen Tech-Konzerne zu einem faireren Wettbewerb zu zwingen. Dabei bringen die Abgeordneten in einem Untersuchungsbericht auch eine Zerschlagung «bestimmter dominierender Plattformen» ins Gespräch.

Der Wettbewerbs-Unterausschuss im Repräsentantenhaus kam in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht zu dem Schluss, dass Amazon, Apple, Facebook und Google ihre Marktmacht missbraucht hätten. Unternehmen, die einst selbst »rauflustige Start-ups« gewesen seien, »haben sich in die Art von Monopolen verwandelt, wie wir sie zuletzt in der Ära der Öl-Barone und Eisenbahn-Magnaten gesehen haben«, heißt es in dem 400-Seiten-Bericht. »Diese Firmen haben zu viel Macht« - und diese Macht müsse eingeschränkt und einer angemessenen Aufsicht unterworfen werden.

Die Abgeordneten räumen allerdings auch ein, dass die Unternehmen »der Gesellschaft klare Vorteile gebracht haben«. Doch die Dominanz von Amazon, Apple, Facebook und Google habe ihren Preis. »Diese Firmen betreiben in der Regel den Marktplatz und agieren gleichzeitig als Wettbewerb dort.« Diese Position ermögliche den Konzernen, ein Regelwerk für andere zu schreiben, während sie selbst nach anderen Regeln spielten. Sie müssten niemandem außer sich selbst Rechenschaft ablegen.

Konkret werfen die Abgeordneten etwa Amazon vor, das Unternehmen verwende ungerechtfertigterweise Daten und Informationen von den Drittanbietern auf dem Amazon Marketplace. Diese Daten würden von Amazon dazu benutzt, um das eigene Handelsgeschäft zu stärken. So würden die eigenen Produktmarken gegenüber denen Angeboten der Konkurrenten bevorzugt. Amazon-Produkten werde ein exklusiver Merchandising-Raum in seinen virtuellen Regalen einräumt. Außerdem würden die Eigenmarken von Amazon bei Suchergebnissen bevorzugt.

Apple wird unter anderem beschuldigt, den Musikdienst Apple Music gegenüber anderen Streaming-Anbietern wie Spotify zu bevorzugen. Außerdem müssten die Wettbewerber einen Teil ihres Umsatzes an den direkten Konkurrenten Apple abgeben.

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2. Microsoft spielt aktuell keine Rolle

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