Wettbewerbsklage

US-Regierung nimmt Google ins Visier

In Europa überziehen die Wettbewerbshüter Google schon seit Jahren mit Klagen. Jetzt wirft die US-Regierung Google unfairen Wettbewerb bei der Websuche vor. Das Verfahren dürfte sich über Jahre ziehen.

Die US-Regierung wirft Google in einer Klage unfairen Wettbewerb vor. Es könnte der größte Wettbewerbsfall in der Technologie-Branche werden, seit zur Jahrhundertwende der Windows-Riese Microsoft beinahe zerschlagen wurde. Google schütze seine dominierende Position bei der Internet-Suche und der damit verbundenen Werbung auf illegale Weise, lautet der Vorwurf in der am Dienstag veröffentlichten Klage des US-Justizministeriums. Es nimmt damit die tragende Säule des Google-Geschäfts ins Visier. Der Konzern konterte, ein Erfolg der Klage hätte negative Folgen für Nutzer.

Der Konzern sorge dafür, dass Konkurrenten in dem Markt nicht Fuß fassen könnten, argumentiert das Justizministerium. Ein Beispiel seien Deals etwa mit Apple, Samsung oder dem Firefox-Anbieter Mozilla, mit denen die Google-Suche als Standard im Webbrowser voreingestellt wird. Viele Verbraucher änderten dann die Grundeinstellung nicht. Apple bringe die Vereinbarung mit Google 15 bis 20 Prozent des Gewinns, heißt es in der Klage - offenbar unter Bezug auf Schätzungen zur Höhe der Zahlungen.

Auch bei Smartphones mit dem hauseigenen Mobil-Betriebssystem Android schütze Google sein Geschäft mit wettbewerbswidrigen Vereinbarungen, kritisierte das Justizministerium. Dazu gehöre das Verbot für die Geräte-Anbieter, abweichende Android-Version einzusetzen, wenn sie Google-Dienste auf ihren Geräten platzieren. Außerdem wird in der Klage die Vorgabe angeprangert, dass die Smartphone-Anbieter gleich ein ganzes Paket aus Google-Diensten vorinstallieren und dabei die Internet-Suche des Konzerns prominent präsentieren müssen.


  1. US-Regierung nimmt Google ins Visier
  2. Google weist die Vorwürfe zurück
  3. Schlechtere Suchqualität durch das Monopol

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Google, dpa

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