Software für MSP-Infrastruktur

Verbalattacken im Kampf um die beste MSP-Plattform

10. Juni 2016, 10:52 Uhr | Martin Fryba | Kommentar(e)
Walter Scott, CEO von Solarwinds MSP, sieht sein Unternehmen mit der Fusion von Logicnow in bester Ausgangslage
© Logicnow

Frontalangriff auf die neue Solarwinds MSP: Im stark wachsenden Markt für PSA- und RMM-Lösungen entscheidet sich jetzt, wer künftig auf der Strecke bleibt.

Welcher Hersteller wird in der Lage sein, im boomenden Markt für Managed Services seinen Kunden die effizienteste und technologisch am breitesten entwickelte Plattform anzubieten? Wer neue Funktionen schnell und neu aufkommende Services jenseits von Mail-Hosting, Security oder Storage, beispielsweise für das Internet of Things, rasch in seine Software integrieren kann, wird mit großer Wahrscheinlichkeit Wettbewerber abhängen können. Es geht aber auch um Skalierung von Technologie.

Im sehr fragmentierten deutschen Systemhausmarkt gibt es Tausende kleiner IT-Häuser und rund 40 große und mittlere IT-Dienstleister, die allesamt in den Managed-Service-Markt drängen. Ihr Bedarf an Professional Service Automation-Lösungen (PSA), jeweils auf die Größe der Kunden-Infrastruktur und der Zahl an Technikern zugeschnitten, die damit die Kunden-Systeme überwachen, unterscheidet sich erheblich. Hersteller in diesem stark wachsenden Teilbereich des Softwaremarkts zerbrechen sich derzeit den Kopf, welches Kundensegment sie künftig bedienen wollen, bedienen können. Die Weichen dafür werden, nachdem der Markt jahrelang zweistellig gewachsen ist und weiter zulegen soll, jetzt gestellt.

Der texanische Hersteller Solarwinds will sie alle als Kunden gewinnen und wird seine Sparte Solarwinds N-able mit der schottischen Locignow fusionieren. Es entstehe ein globales MSP-Kraftwerk, heißt es in der US-amerikanischen Channelpresse. Ein Schlag in die Magengrube mancher Wettbewerber.
Die neue Solarwinds MSP sieht sich, vorerst, als Gewinner in diesem hart umkämpften Markt. Nach eigenen Angaben zählt Solarwind MSP über 18.000 MSPs weltweit zu seinen Kunden, die mehr als fünf Millionen Clients und eine Million Mailboxen ihrer Anwenderkunden über die IT-Managementplattformen des Softwareanbieters betreuen.

Logicnow, 2001 entstanden, hat sich seit der Abspaltung von GFI Software 2014 auf reine cloud-basierte IT-Management-Lösungen für mittelständische MSPs konzentriert. Die Lösungen von Solarwinds kommen dagegen in großen IT-Umgebungen zum Einsatz, entweder im Direktvertrieb oder über die Distribution. Die zwei Jahre zuvor gegründete Solarwinds hat bereits zahlreiche Wettbewerber übernommen und beschäftigt über 1.500 Mitarbeiter. 2014 kletterte der Umsatz um rund 28 Prozent auf 429 Millionen Dollar. Die operative Marge lag bei fast 44 Prozent.


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