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Algorithmen-TÜV reicht nicht

Verbraucherschützer fordern Transparenz bei KI

13. März 2018, 13:42 Uhr   |  Peter Tischer | Kommentar(e)

Verbraucherschützer fordern Transparenz bei KI
© sdecoret - Fotolia

Der Antrag auf einen Bankkredit, das Fahren in einem autonomen Auto und selbst beim Online-Einkauf - Künstliche Intelligenz arbeitet stets im Hintergrund. Doch wer kontrolliert die Algorithmen? Politik und Verbraucherschützer fordern dafür staatliche Institutionen.

Algorithmen entscheiden bereits über die Kreditwürdigkeit von Kunden, die Vergabe von Arbeitsplätzen oder lassen Autos autonom fahren. Aber wer überwacht die Algorithmen? Es sei eine breite politische und gesellschaftliche Diskussion um die Regulierung künstlicher Intelligenz erforderlich, mahnten am Montag in Berlin Vertreter aus Politik und Wirtschaft an. »Wir wollen für die Bedeutung des Themas werben«, sagte Jens Zimmermann, netzpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag. Es brauche künftig Institutionen, die für die nötige Transparenz sorgten.

Solche Institutionen müssten die relevanten Anwendungen auf Diskriminierungsschutz ganz ähnlich wie in der analogen Welt überprüfen können, sagte Klaus Müller, Vorsitzender der Verbraucherschutz Bundesverband vzbv. Müller schlug eine Stelle vor, die ähnlich wie die Finanzmarktaufsicht Bafin arbeite.

Um die Kreditwürdigkeit eines Kunden zu prüfen, setzen zum Beispiel Banken Algorithmen zur Prüfung ein. Die Frage sei aber, welche Daten eingegeben würden, sagte Müller. Was könne der Verbraucher tun, wenn es dort bei der Dateneingabe Fehler gegeben habe? »Verbraucher dürfen nicht unter die Räder kommen.« In solchen Fälle müsse es die Möglichkeit der Einzelfallklärung geben.

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