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Nachfolgeregelung bei IT-On.NET

Verbunden trotz getrennter Wege

08. Januar 2020, 12:43 Uhr   |  Martin Fryba | Kommentar(e)

Verbunden trotz getrennter Wege
© CRN

Jürgen Gut (links) und Karsten Agten werden ihre Systemhäuser gemeinsam weiter ausbauen, auch wenn sie gesellschaftsrechtlich getrennte Wege gehen

Nach 14 Jahren trennen sich die beiden Systemhäuser IT-On.NET Süd in Hüfingen und die Düsseldorfer IT-On.NET gesellschaftsrechtlich. Die Partnerschaft untereinander und zu wichtigen Herstellern bleibt aber bestehen.

Ihre gemeinsame Zeit beim ERP-Hersteller Bäurer und erst recht nach dessen Übernahme durch Wettbewerber Sage 2006 haben  Karsten Agten und Jürgen Gut nicht nur geschäftlich, sondern auch freundschaftlich zusammengeschweißt.  Von 2006 bis vergangenes Jahr gehörte IT-On.NET Süd in Hüfingen, deren Mitgründer und Gesellschafter Jürgen Gut ist, als Tochterunternehmen zur IT-On.NET-Unternehmensgruppe. Gut baute das Systemhaus im Süden auf, Agten in Düsseldorf. Gemeinsame Herstellerverträge zu strategischen Partnern wie Fujitsu, Microsoft, Watchguard und F-Secure stärkten den Einkauf  und das technologische Knowhow beider Häuser.  An dieser Grundkonstellation wird sich nichts ändern, auch wenn die beiden Systemhäuser nun gesellschaftsrechtlich einen Schnitt vollzogen haben.


Gut hat zum Jahresanfang die Gesellschaftsanteile der von ihm geleiteten IT-On.NET Süd von der IT-On.NET GmbH übernommen. Er ist nun Alleingesellschafter und alleiniger Geschäftsführer. Die Transaktion ist Teil einer Nachfolgeregelung.
Ganz wird sich Agten jedoch aus der Systemhausbranche nicht zurückziehen können. In Hüfingen hatte er sich ohnehin auf Gut verlassen können. Die Düsseldorfer IT-On.NET wird er indes gemeinsam mit Manfred Haußmann, dem zweiten Geschäftsführer, fortführen.


Beide Systemhäuser werden in ihrer strategischen Ausrichtung  weiter eng zusammenarbeiten. Gut hatte vergangenes Jahr ein neues Führungskonzept mit seinen Mitarbeitern erarbeitet und agile Arbeitsmethoden eingeführt, um sein Systemhaus effizienter als externer IT-Dienstleiter aufzustellen. Von den dabei gewonnenen Erfahrungen in der Professionalisierung von Managed Services kann und wird auch Agtens IT-On.NET profitieren. Außerdem bleiben beide Häuser Mitglieder in der Systemhauskooperation iTeam.


Zu Agtens Plänen nach seiner aktiven Zeit als Systemhaus-Chef in Düsseldorf  hatte der Geschäftsführer CRN bereits vor einigen Jahren eine gewagte Prognose eröffnet: Wenn alles »Blech« in der Cloud sei, wolle er aufhören. Faktisch also nie. Denn trotz der massiven Cloud-Nachfrage, bleibt das klassische Infrastrukturgeschäft wohl noch lange Zeit eine tragende Säule vieler Systemhäuser, wie Geschäftsführer CRN immer wieder berichten.

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