Desktop-Virtualisierung

Vmware View 3: Virtuelle Desktops klonen

3. Dezember 2008, 17:14 Uhr | Bernd Reder | Kommentar(e)
Desktop-Virtualisierung à la Vmware: Eine - noch experimentelle - Funktion in Vmware View 3 stellt virtualsierte Arbeitsumgebungen auch auf Rechnern zur Verfügung, die über keine Netzwerkverbindung verfügen (Offline Desktop).

Unter dem Namen »Vmware View 3« bringt Vmware seine Desktop-Virtualisierungslösung auf den Markt. Das Softwarepaket, ehemals bekannt als Vmware VDI, ermöglicht es, von einem Desktop-Image Tausende von Kopien virtueller Desktops zu »ziehen«.

Vmware View 3 ist ein zentraler Baustein von Vmware Desktop-Virtualisierungsstrategie. Mit dem Produkt können IT-Manager virtuelle Desktop-Systeme zusammenstellen und Benutzern zentral zur Verfügung stellen.

Der User hat dann von einem Thin-Client oder anderen Systemen aus Zugriff auf »sein« Betriebssystem und die entsprechenden Anwendungen, auch von unterwegs oder einem anderen Standort aus. Die Images der Desktops lagern zentral auf Server-Systemen im Unternehmensnetz.

In View 3 hat Vmware eine Technik integriert, die Speicherbedarf der virtualisierten Desktops nach Angaben des Unternehmens um bis zu 70 Prozent reduziert. Mit View Composer wird ein Master-Image des Desktops erstellt, das dann an die Anwender verteilt wird.

Patches und Applikations-Updates werden zentral auf dem Master eingespielt und anschließend über das Netzwerk an die geklonten Desktops übermittelt. Die Benutzereinstellungen auf den einzelnen Systemen bleiben laut Vmware dabei erhalten.

Mit Thin App Anwendungspakete zusammenstellen

Mit Vmware Thin App kann der IT-Manager die benötigten Anwendungen in einer virtuellen Umgebung zusammenstellen und aktivieren. Über Thin App lassen sich nach Angaben des Herstellers Anwendungen unabhängig vom Host-Betriebssystem oder dem Stand des Patchings ausführen. Dies vereinfacht das Einspielen von Updates.

Im Gegensatz zu anderen Desktop-Virtualisierungsprodukten sind zudem keine Agenten auf dem Desktop notwendig.

Virtuelle Desktops verschieben

In View 3 hat Vmware zudem eine experimentelle Funktion namens »Offline-Desktop« integriert. Mit ihr lassen sich virtuelle Desktops zwischen dem Datacenter und einem lokalen Notebook oder Arbeitsplatzrechner verschieben.

Anwender haben die Möglichkeit, einen solchen virtualisierten Arbeitsplatz beim Rechenzentrum »auszuleihen« und später wieder zurückzugeben. Zudem kann der User einen virtualisierten Desktop auch dann nutzen, wenn keine Netzwerkverbindung besteht.

Weitere Features von View 3: eine virtuelle Druckfunktionen, das Weiterleiten von Multimedia-Dateien und eine zentrale Management-Plattform.

Preis

Vmware View 3 Enterprise Edition kostet 150 Dollar pro Session. Sie besteht aus Vmware Infrastructure Enterprise Edition und View Manager 3.0.

Die Premier-Edition schlägt mit 250 Dollar pro Concurrent Session zu Buche. Zu den beiden Software-Paketen der Enterprise-Version kommen bei ihr Thin App und View Composer hinzu.


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