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Breitbandzugang über ehemalige Rundfunkfrequenzen

Vodafone testet mobiles Internet in Baden-Württemberg

08. April 2009, 16:35 Uhr   |  Bernd Reder | Kommentar(e)

Vodafone testet mobiles Internet in Baden-Württemberg

Das Pilotprojekt wird unter anderem in Bopfingen durchgeführt.

Einen Pilotversuch mit mobilen Breitbanddiensten via Funknetz starten Vodafone und die Landesanstalt für Kommunikation (LFK) in Baden-Württemberg. Dabei werden Frequenzbänder verwendet, die früher der Rundfunk nutzte.

Es handelt sich nach Angaben von Vodafone und der LFK um den ersten Pilotversuch, der Rundfunkfrequenzen nutzt, um in ländlichen Regionen Breitband-Internet bereitzustellen. Wie berichtet, hat die Bundesregierung diese Bänder im Rahmen der so genannten »digitalen Dividende« für andere Dienste freigegeben.

Der Feldversuch startet im Mai. Als erste Kommunen in Baden-Württemberg kommen Bopfingen und Unterschneidheim im Ostalbkreis in den Genuss von mobilem Breitband-Internet über Rundfunk-Frequenzen.

In dem Modellprojekt wird Vodafone zunächst für ein Jahr testen, wie ein ländliches Gebiet ohne DSL oder Kabelinternet unter Alltagsbedingungen mit mobilem Internet versorgt werden kann. In einem ersten Schritt werden rund 100 Test-Haushalte in Bopfingen und der Nachbargemeinde Unterschneidheim kostenfrei mit Endgeräten ausgestattet.

Mit ihnen können die Nutzer per Funk im Internet mit bis zu 7,2 MBit/s im Downlink und bis zu 1,4 MBit/s im Uplink surfen. Die Verteilung der Endgeräte an Bürger und Firmen wird in Absprache mit den Gemeinden festgelegt. Monatliche Gebühren fallen über den Versuchszeitraum nicht an.

»Wir betreten hier Neuland. Erstmals soll den Nutzern im ländlichen Raum, die bisher nicht ausreichend versorgt sind, die Chance gegeben werden, kurzfristig über eine schnelle Breitband-Internet Verbindung zu verfügen«, so LFK-Präsident Thomas Langheinrich.

Die Landesanstalt für Kommunikation hat im Januar Unternehmen dazu aufgerufen, Modellprojekte für eine Nutzung der digitalen Dividende einzureichen (Call for Proposals). Abgabeschluss ist der 30. Juni 2009.

Das Projekt soll Erkenntnisse darüber liefern, welches Potenzial die Funktechnik in der hügeligen Topographie im Südwesten hat, wie sie von den Bürgern genutzt wird und ob es Auswirkungen beim DVB-T- und DVB-C-Fernsehempfang gibt.

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