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Aussichten durchwachsen

Zahl der Start-ups stagniert

09. Oktober 2020, 11:32 Uhr   |  dpa | Kommentar(e)

Zahl der Start-ups stagniert
© Fotolia / Eugenio Marongiu

In den vergangenen Jahren haben Firmengründungen in Deutschland dank der guten Konjunktur floriert. Nun ist der Boom vorerst gestoppt. Aber die Corona-Krise berge nicht nur Risiken, meine Experten.

Der Aufschwung in der Gründerszene Deutschlands ist im vergangenen Jahr zum Erliegen gekommen. Die staatliche Förderbank KfW schätzt die Zahl der Start-ups auf rund 70.000 - ebenso viele wie 2018. Zuvor war die Zahl kräftig gewachsen: 2016 hatte es 54.000 Start-ups gegeben und 2017 etwa 60.000.

Grund für die Stagnation sei die abgeschwächte Konjunktur bei einem zugleich stabilen Arbeitsmarkt, heißt es in der am Freitag vorgelegten Studie. Gibt es genug offene Stellen, sehen sich weniger Menschen gezwungen, den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen.

Die Aussichten sind durchwachsen: Die Corona-Krise berge große Risiken für die Gründerlandschaft, aber auch Chancen, betonte die KfW. Einige Start-ups müssten wohl aufgeben, zugleich aber rückten internetbasierte und digitale Geschäftsmodelle in Zeiten von Homeoffice und Online-Konferenzen stärker in den Fokus. Ob ein Zuwachs durch neue Gründer die Schließungen mehr als kompensiere, bleibe abzuwarten.

Als Start-up bezeichnet die Bank Firmen, die vor weniger als fünf Jahren gegründet wurden, deren Gründer im Vollerwerb dort arbeiten und die innovations- sowie wachstumsgetrieben sind.

Start-ups sind aus Sicht der KfW von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung, da sie ein wichtiges Erneuerungs- und Beschäftigungspotenzial hätten. Hinter den 70.000 Firmen stünden geschätzt 127.000 aktive Gründer: »Durch die Coronakrise droht die Gefahr, eine ganze Start-up-Generation zu verlieren«.

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1. Zahl der Start-ups stagniert
2. Fehlendes Risikokapital als größte Bremse

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