Systemhaustreffen der Kiwiko-Partner

Zum Einstieg ein Ausstieg

20. Mai 2022, 8:24 Uhr | Martin Fryba | Kommentar(e)
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Roman Schmid, 30 Jahre lang geschäftsführender Gesellschafter bei Schmid & Partner-Gruppe, hat sein Unternehmen an die österreichische Loxone Lighthouse verkauft. Kiwiko-Vorstand Matthias Jablonski (li.) verabschiedet Schmid, der einer der Gründungsgenossen des Systemhaus-Netzwerks ist.
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Ein „alter Mann“, der in Würde unbedeutend für die IT-Branchen werden will. Experten für Cyberversicherungen. Cloud-Enthusiasten, die für Start-up-Feeling sorgen, und immer wieder Vernetzung und gemeinsam Chancen ausloten. ICT CHANNEL vom Kiwiko-Partnertreffen in Augsburg.

Endlich wieder! Diese Worte hörte man so ziemlich von allen rund 70 Partnern, die nach Zoom-Fatigue das Kiwiko-Meeting in Augsburg samt Kaiserwetter und Grillabend am See förmlich in sich hineinsaugten. Und endlich wieder interessante Impulsvorträge, Diskussionen und ein packendes Business-Schicksal – eines von so vielen Systemhaus-Unternehmern, das man dieser Tage gar nicht so selten hört. Roman Schmid, 30 Jahre lang geschäftsführender Gesellschafter bei der von ihm mitgegründeten, 100 Mitarbeiter zählenden Schmid & Partner-Gruppe, hat sein Unternehemen an die österreichische Loxone Lighthouse verkauft. „Ich bin jetzt Privatier und daher bin ich hier auf meinem letzten Kiwiko-Event – mit einem weinenden, aber auch lachenden Auge“, sagt der Systemhaus-Unternehmer.

Als Mit-Initiator der Systemhausgenossenschaft Kiwiko wird er von Vorstand Matthias Jablonski mit einer Magnumflasche Schaumwein in den Ruhestand verabschiedet. Ausgerechnet ein Aussteiger berichtet zu Beginn eines Business-Events über seinen Ausstieg (kurzweilig und mit dem oft passierten Wie-der-Zufall-eben-so-spielt-Faktor).

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Geballte Azure-Kompetenz: Die junge Cloud Business Group (CBG IT) stellte Geschäftsführerin Melanie Mathaei vor.
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Wo es doch Sinn und Zweck eines solches Events ist,  den Teilnehmern Impulse für das aktuelle und zukünftige Geschäft zu geben, sich für mehr Erfolg zu vernetzen. Nun, treffender hätte Kiwiko das Thema „Merger and Acquisition“ nicht setzen können, als Schmid persönlich auftreten zu lassen. Es ist nämlich ein hoch aktuelles Thema, ein vielfältiges dazu, denn es gibt viele Gründe, warum die Anfang/Mitte der 90er Jahre gestartete IT-Unternehmergeneration ausgerechnet jetzt die Früchte ihrer Arbeit ernten will.

Zoom&Co, keine 70.000 Reisekilometer mehr zu Kunden, dazu die Tücken von Hybrid-Clouds und einer mit steigendem Digitalisierungsrad immer komplexer werdenden IT: Schmid muss es in seinem Homeoffice gedämmert haben, das jetzt eine neue Business-Zeit anbricht und seine als Innovationsmotor abgelaufen ist.  „Wir müssen raus aus der Firma“, sagte er sich schonungslos und hielt auch seinen Kompagnons den Spiegel vor. Denn, so Schmid: „Jetzt bin ich ein alter Mann“.

Start-up Feeling und viel Erfahrung im Kiwiko-Netzwerk
Im technologischen Sinne mag Schmid sogar Recht haben. Damit war die Einlage in Sachen Business-Gerontologie aber auch schon erledigt. Nun stellten sich die neuen Kiwiko-Partner der Community vor. Start-up-Feeling mischte sich mit viel Business-Erfahrung, eine schöne Mischung, die hier das Genossenschafts-Netzwerk bereichert: Stud-IT mit Andreas Lima, Kelobit IT-Experts mit Geschäftsführer Oliver Loren, GF Michael Suermann von der Software & Service GmbH präsentierte Mittelstandssoftware.de,  für die mit gleich vier Geschäftsführern angereiste junge Cloud Business Group (CBG IT) sprach Geschäftsführerin Melanie Mathaei über Azure,  Kai Müller als Geschäftsführer von KAISYS.IT, 25 Jahre im Geschäft, ein „unheimlicher Netzwerker“, macht seit 2018 nur noch Cloud im Microsoft-Umfeld und bringt es auf den Punkt, wozu Systemhaus-Netzwerke eigentlich da sind: „viele schöne Projekte gemeinsam zu machen“.


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