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Das machen die Deutschen heimlich in der Videokonferenz

2. August 2021, 15:02 Uhr | Jörg Schröper | Kommentar(e)
Videokonferenzen boomen im Homeoffice
© Nattakorn - AdobeStock

Zukünftig wird in 98 Prozent aller Meetings mindestens ein Teilnehmer virtuell hinzugeschaltet sein. Aber was passiert, wenn sich eine Videokonferenz mal wieder hinzieht und einem vor Langeweile die Augen schwer werden? Um dies herauszufinden, hat Cisco Deutschland eine Umfrage in Auftrag gegeben.

Von den 1.000 Befragten findet gut jeder Dritte mindestens 60 Prozent seiner Videokonferenzen langweilig. Fast jeder Zehnte sagt sogar, dass keiner der Calls interessant ist.

Und so kommt es, dass die Hälfte der Deutschen ihre Zeit während Online-Meetings auch schon mal anders nutzen: 16 Prozent der Befragten gaben an, während einer Videokonferenz schon einmal geduscht, gebadet oder sogar die Toilette benutzt zu haben. Sechs Prozent hingegen lassen sich nebenbei vom Fernseher berieseln, während sieben Prozent tatsächlich schon einmal während eines Online-Meetings eingeschlafen sind. Viele erledigen gleichzeitig ihren Haushalt: Sechs Prozent gaben an, nebenbei schon einmal geputzt, acht Prozent Wäsche aufgehängt zu haben.

Zu den beliebtesten Nebenbeschäftigungen der Deutschen während langweiliger Videokonferenzen gehören Online-Shopping (20 Prozent), Kochen oder Essen (24 Prozent) und privates Lesen (25 Prozent). Doch selbst nach mehr als einem Jahr Corona sagen immerhin 50 Prozent, dass sie noch nie etwas nebenher gemacht hätten.

Mehr als die Hälfte der Befragten sitzen langweilige Calls offenbar einfach aus (60 Prozent). Eine Alternative zu Multitasking und Geduld ist jedoch die vorzeitige Flucht aus der Videokonferenz. Dazu täuschen 20 Prozent Internet-Verbindungsprobleme oder einen leeren Akku vor. Sieben Prozent erfinden ein anderes, spontanes Meeting. Kreativ, aber selten genutzt werden folgende Strategien: bei Straßenlärm die Fenster aufmachen (1,8 Prozent), sehr lange Paketannahme (1,5 Prozent), das Vortäuschen von Bauch- oder Kopfschmerzen (1,2 Prozent) oder das organisierte Hereinplatzen von Kinder in den Raum (1,0 Prozent).

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