iPhone 14 und Co. als lauwarmer Aufguss

Die Konkurrenz spottet über Apples Neuheiten

15. September 2022, 16:24 Uhr | Lars Bube | Kommentar(e)
Samsung ätzt gegen das iPhone 14
© Samsung / Screenshot Twitter

Kaum hat Apple die neue Generation des iPhone und der Watch vorgestellt, melden sich die Mitbewerber mit hämischen Kommentaren zur fehlenden Innovationskraft zu Wort.

Mit gewohnt großen Worten hat Apple in der vergangenen Woche sein neues Lineup an Mobilgeräten vorgestellt. Im Zentrum steht das iPhone 14, flankiert wird es von neuen Watch-Versionen sowie einer aktualisierten Version der Airpods Pro. Doch nicht nur Technik-Freaks waren sich schnell einig, dass Apple dabei die größten Fortschritte beim Preis gemacht hat, während echte Innovationen fehlen. Immerhin sind Verbesserungen wie ein neuer Prozessor, eine etwas bessere Kamera und ein paar Softwareupdates Dinge, die es, wenn auch auf niedrigerem Niveau, selbst in der Smartphone-Einstiegsklasse jedes Jahr wieder zu vermelden gibt. Hinzu kommt, dass viele der neuen Features wie etwa das Always-On-Display bei anderen Herstellern schon seit Jahren zum Standard gehören. Diesen Spielball nimmt nun auch die Konkurrenz dankend auf und ätzt gegen so manche der angepriesenen Fortschritte.

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Samsung faltet Apple zusammen
Samsung fragt sich, wo Apples faltbare iPhones bleiben
© Samsung / Screenshot Twitter

Der Smartphone-Marktführer Samsung, der gleichzeitig der wichtigste Lieferant für Apples Displays ist, knöpft sich auf Twitter mit einer „Reaktion auf die 'innovativen' neuen Geräte, die am Mittwoch vorgestellt wurden“ das iPhone 14 vor. Darin wird nicht nur auf das eingegangen was Apple angekündigt hat, sondern vor allem auf das was nach Ansicht der Koreaner fehlt. So wirft Samsung etwa mit einem spöttischen „Whats the hold on the Fold, Apple?“ die Frage auf, warum es noch immer kein faltbares iPhone gibt, während man selbst entsprechende Geräte bereits seit mehr als zweieinhalb Jahren auf dem Markt habe. Auch wenn Samsung hier bei seinen neueren Generationen der Flip- und Fold-Modelle deutliche Fortschritte gemacht hat und in den Apple-Labors ebenfalls damit experimentiert wird, hält man die Technologie in Cupertino offenbar noch nicht für ausgereift genug, um selbst schon auf den Zug aufzuspringen.

Ein weiterer Kritikpunkt von Samsung ist das neue Kameramodul der iPhone-Pro-Modelle, dessen 48 Megapixel Apple stolz hervorhebt. Dafür hat Samsung nur ein „48 Megapixel? Ihr habt es fast schon geschafft, Apple!“ übrig. Immerhin habe Samsung bei seinen Topmodellen auch hier schon seit mehr als zweieinhalb Jahren 108 Megapixel im Programm. Rein nominal ist das zwar korrekt, allerdings sagen die Megapixel allein noch lange nichts über die Qualität der Bilder aus. Die hängt heute viel mehr von der Fläche und Lichtempfindlichkeit des Sensors, der Optik sowie der Software zur Verarbeitung der Bilder ab. Da das allerdings auch bei den Nutzern zumeist noch nicht angekommen ist, dürfte der Megapixel-Vergleich dennoch seine Wirkung – zumindest bei der eigenen Kundschaft – nicht verfehlen.

Garmins Reaktion auf die Apple Watch Ultra
Garmins Reaktion auf die Apple Watch Ultra
© Garmin / Screenshot Twitter

In ein ähnliches Horn bläst auch Garmin hinsichtlich der neuen Apple Watches. Von der gibt es mit der „Ultra“ nun auch ein Outdoor-Modell, deren Akku laut Apple im Normalbetrieb 36 Stunden und im „Low-Power-Modus“ sogar 60 Stunden durchhalten soll. Diese Ausdauerwerte kontert Garmin mit dem lässigen Hinweis auf sein Konkurrenzmodell Enduro 2: „Wir messen Akkulaufzeit in Monaten. Nicht Stunden.“ Hinsichtlich der Marktanteile hat Apple indes einen deutlichen Vorsprung. Während nur knapp 5 Prozent der Käufer zu einer Smartwatch von Garmin greifen, sind es beim Marktführer Apple fast 30 Prozent.


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