Digitalisierung mit 5G

Hannover bekommt einen „digitalen Zwilling“

14. Februar 2022, 18:12 Uhr | dpa | Kommentar(e)
Messeglände in Hannover
© Deutsche Messe

Mit Hilfe des 5G-Mobilfunknetzes soll ein „digitaler Zwilling“ von Hannover entstehen. Dessen Echtzeitdaten könnten etwa für neue Mobilitätsangebote sowie AR-/VR-Lösungen in der Stadt genutzt werden. Als Pilotprojekt dient dabei das Messegelände.

Hannover soll mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G ein digitales Abbild erhalten, das die Landeshauptstadt dreidimensional und in Echtzeit widerspiegelt. Ziel des 5GAPS genannten Projektes ist es, zum Beispiel das autonome Fahren, die Ortung von Gütern oder die Reservierung von Stellplätzen zu erleichtern, aber auch touristische Angebote zu erweitern. So sind auch Augmented-Reality-Anwendungen möglich, bei denen digitale Bilder ortsgebunden hinzugefügt und mit Hilfe von Geräten wie Smartphones oder speziellen Brillen abgerufen werden können.

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) sprach bei der Vorstellung des auf drei Jahre angelegten Projekts am Montag von einem „digitalen Zwilling“ der Stadt, der helfen könne, den öffentlichen Raum intelligenter zu nutzen. Von besonderem Interesse ist für ihn dabei das Thema Verkehrswende.

In einem ersten Schritt sollen Teile des Messegeländes nachgebildet werden, um die nötige Software zu entwickeln und erste Anwendungen zu erproben. Messechef Jochen Köckler bezeichnete die Messe dabei als Testlabor für neue Anwendungen. Ein denkbares Beispiel für die Nutzung von 5G in der industriellen Produktion seien etwa „kabellose Roboter, die durch eine Fabrik flitzen“.

Das Projekt wird mit 3,85 Millionen Euro vom Bund gefördert. Hinzu kommen rund 750.000 Euro von Partnern aus der Wirtschaft.


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