Kampf gegen Mobilfunklöcher

In Nordrhein-Westfalen erging der erste Förderbescheid

25. November 2022, 13:48 Uhr | dpa
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Das Mobilfunkförderprogramm des Bundes soll die Errichtung von Mobilfunkmasten mitfinanzieren, um Mobilfunklöcher zu schließen und die deutschen Haushalte mit dem Mobilfunkstandard 4G zu versorgen. Nun erging der erste Förderbescheid in Nordrhein-Westfalen.

Auch in Nordrhein-Westfalen kommt Bewegung in den Kampf gegen weiße Flecken im Mobilfunknetz. Die bundeseigene Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG) übergab am Donnerstag den Förderbescheid für die Errichtung des ersten staatlich geförderten Funkmastes im bevölkerungsreichsten Bundesland. Der Funkmastbetreiber Vantage Towers werde mithilfe der Förderung in der westfälischen Gemeinde Möhneseee im Landkreis Soest einen Funkmast errichten, damit bald rund 60 Haushalte und ein großer Ferienpark vom LTE-Empfang profitieren könnten, teilte die MIG am Donnerstag in Naumburg (Saale) mit. Finanzielle Details wurden nicht bekannt.

Der im Januar 2021 gegründeten MIG stehen 1,1 Milliarden Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung, um Funklöcher zu schließen. Bereits im Oktober hatte die Gesellschaft den bundesweit ersten Förderbescheid für die Errichtung eines Funkmasts in einem Wandergebiet im bayerischen Lambach im Landkreis Cham übergeben. MIG-Chef Ernst-Ferdinand Wilmsmann sprach damals von einem wichtigen Meilenstein für die flächendeckende Mobilfunkversorgung in Deutschland.

Mit dem Mobilfunkförderprogramms des Bundes wird die Errichtung des Masts und dessen Betrieb für eine Zeitdauer von sieben Jahren gefördert. Bis Ende 2025 sollen fast alle deutschen Haushalte (99,95 Prozent) und 97,5 Prozent der Fläche mit dem Mobilfunkstandard 4G versorgt werden. Anfang 2022 lag der Flächen-Anteil von 4G bei 96,17 Prozent.


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