TK-Überwachung

Knapp 18.000 Anschlüsse unter Beobachtung

11. August 2022, 17:37 Uhr | dpa | Kommentar(e)
TK-Anschlüsse
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Gut 17.700 Telefon- und Internetanschlüsse wurden 2020 wegen möglicher Straftaten überwacht. Meist ging es dabei um potenzielle Delikte mit Betäubungsmitteln sowie Betrug und Computerbetrug.

Bei strafrechtlichen Ermittlungen sind in Deutschland 2020 etwas weniger Telefon- und Internetanschlüsse überwacht worden als im Jahr zuvor. Die Zahl der überwachten Anschlüsse sei um 2,7 Prozent auf 17.731 gesunken, teilte das Bundesamt für Justiz am Montag in Bonn mit. Die Zahl der Ermittlungsverfahren, in denen Gerichte eine solche Überwachung anordnete, blieb mit 5.222 nahezu gleich.

Die meisten Verfahren gab es demnach in Bayern (1.278) - gefolgt von Hessen (798) und Baden-Württemberg (579). In Brandenburg (90), im Saarland (47) und in Bremen (35) liefen die wenigsten. Mit Abstand am häufigsten - in 8.117 Fällen - kam dies in Verfahren zu Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz vor. Zur Aufklärung von Betrug und Computerbetrug wurden 2.960 Anschlüsse überwacht, in Zusammenhang mit Bandendiebstahl 1.746. Im Zusammenhang mit Mord und Totschlag zapften Ermittler 1.681 Anschlüsse an.


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