Schuldscheindarlehen

Komsa nimmt 100 Millionen Euro auf

Komsa-Hauptsitz im sächsischen Hartmannsdorf
Komsa-Hauptsitz im sächsischen Hartmannsdorf
© KOMSA

TK-Distributor Komsa will in Trainings und Vertrieb rund um Cloudaktivitäten sowie in eine Handelsplattform für gebrauchte Smartphones investieren. CEO Urbon sieht seinen Umbau als Erfolg an.

Mit 100 Millionen Euro frischem Kapital will der Technologie-Händler Komsa neue Projekte forcieren. Das Geld sei über Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit von fünf Jahren am Kapitalmarkt eingeworben worden, teilte das Unternehmen mit Sitz in Hartmannsdorf bei Chemnitz am Montag mit. Ursprünglich sei nur ein Volumen von 70 Millionen Euro vorgesehen gewesen, doch wegen einer großen Nachfrage von Investoren sei es aufgestockt worden. Mit dem Geld wolle das Unternehmen etwa Trainings- und Vertriebskapazitäten für Cloud-Aktivitäten ausbauen sowie eine digitale Plattform für den An- und Verkauf gebrauchter Smartphones aufbauen.

„Wir freuen uns sehr über die extrem hohe Investorennachfrage“, sagte Vorstandschef Pierre-Pascal Urbon. Er sprach von einem „Vertrauensbeweis“ für sein Unternehmen und einem Beleg dafür, dass Komsa mit seiner Neuausrichtung auf dem richtigen Weg sei.

Komsa hat rund 1.200 Beschäftigte und zählt zu den größten Familienunternehmen in den ostdeutschen Flächenländern. 1992 gegründet, begeht es dieses Jahr sein 30. Jubiläum. Im Geschäftsjahr 2020/21 war der Umsatz nach früheren Angaben auch dank des Booms bei Homeoffice und Homeschooling in der Corona-Pandemie auf ein Rekordniveau von 1,3 Milliarden Euro gestiegen. Angaben zum Gewinn machte das Unternehmen nicht.  

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