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Colt und Getlink

Neues Glasfasernetz durch den Eurotunnel

07. September 2021, 15:06 Uhr   |  Jörg Schröper | Kommentar(e)

Neues Glasfasernetz durch den Eurotunnel
© Getlink

Colt und Getlink haben nach eigenen Angaben einen 25-Jahres-Vertrag abgeschlossen, in dessen Rahmen Colt sein Glasfasernetzwerk, das IQ Network, durch den Eurotunnel führt. Künftig soll auf der Strecke damit eine Übertragungskapazität von mehreren TBit/s pro Glasfaserpaar erreichbar sein.

Colt führt die Installation und den gesamten Betrieb des IQ Networks in Übereinstimmung mit den Sicherheitsvorschriften des Eurotunnels durch, während Getlink für die Wartung verantwortlich ist. Colt übernimmt zudem die vollständige Vermarktung der Glasfaserkabel und optimiert die internen Telekommunikationsressourcen von Getlink, einer Unterwasser-Infrastruktur und Verbindungsroute, die laut den Betreibern noch nie von Ausfallzeiten betroffen war. Getlink will mit dem Vertrag über den gesamten Zeitraum mindestens 185 Millionen Euro verdienen. Mehr als ein Drittel der Summe falle bereits in den ersten fünf Jahren der Laufzeit an.

Das IQ Network ist ein optimiertes 100-GBit/s-Netzwerk mit hoher Bandbreite und geringer Latenz, das weltweit über 900 Rechenzentren und mehr als 29.000 Gebäude verbindet, so Colt.

Die bestehenden Verträge für die 1998 im Tunnel installierte Dark-Fiber-Strecke, also Glasfaserkabel ohne aktive Netzwerk- und Übertragungskomponenten, laufen schrittweise bis 2025. Colt wird deren Betrieb übernehmen. Die beträchtliche Erhöhung der Bandbreite zwischen dem Vereinigten Königreich und dem europäischen Festland soll dazu beitragen, das bis 2025 erwartete starke Wachstum des Datenverkehrs zu bewältigen, wodurch der Eurotunnel nicht nur für Passagiere und Güter, sondern auch für Daten zu einer wichtigen Verbindung wird.

Zuerst erschienen auf lanline.de.

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