Voice-over-IP-Dienst

Skype-Gründer wollen VoIP-Dienst von EBay zurückkaufen

14. April 2009, 9:43 Uhr | Bernd Reder | Kommentar(e)
Skype soll wieder eigenständig werden. Auch die beiden Firmengründer Zennström und Friis gehören zu den Interessenten.

Im September 2005 verkauften Niklas Zennström und Janus Friis den Voice-over-IP- und Messaging-Dienst Skype an Ebay. Nun sind beide angeblich auf der Suche nach Geldgebern, um Skype wieder zurückzukaufen.

Für Skype legte Ebay gut 2,6 Milliarden Dollar auf den Tisch. Nach Berichten amerikanischer Zeitungen will das Online-Auktionshaus den VoIP-Service-Provider jetzt wieder loswerden. Angeblich strebt Ebay einen Verkaufspreis von mindestens 1,7 Milliarden Dollar an, also fast 1 Milliarde weniger als die ursprüngliche Kaufsumme.

Für ein Wiederausgliedern von Skype sprach sich bereits vor einigen Monaten Ebays Präsident und Chief Executive Officer John Donahoe aus. Seiner Meinung nach ist der VoIP-Anbieter so weit vom Kerngeschäft von Ebay entfernt, dass sich kaum Synergien einstellen.

Hinzu kommen zwei weitere Faktoren: die schwierige Umbauphase, in der Ebay derzeit steckt, und die wachsende Konkurrenz im Online-Auktionsgeschäft durch Amazon. Einen wenig profitablen Geschäftszweig wie Skype für eine halbwegs akzeptable Summe loszuwerden, ist daher für Ebay eine akzeptable Option.

Auch die beiden Skype-Gründer Zennström und Friis hatten brauchen wieder einen Erfolg. Ihre Video-Plattform Joost läuft offenbar nicht so, wie sich die beiden Gründer das vorstellten. Spekulationen, dass Joost in Kürze eingestellt würde, wiesen Zennström und Friis jedoch zurück.

Skype hat nach eigenen Angaben derzeit weltweit rund 405 Millionen Nutzer. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte der Service einen Umsatz von 551 Millionen Dollar. Ebay kaum im selben Jahr auf insgesamt 8,54 Milliarden Dollar Umsatz und einen Gewinn von 1,78 Milliarden Dollar.


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