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Chinesen übernehmen Berliner Hersteller

Snom Technology wird von VTech Gruppe geschluckt

21. Oktober 2016, 11:25 Uhr   |  Folker Lück | Kommentar(e)

Snom Technology wird von VTech Gruppe geschluckt

VoIP-Telefon von Snom: Künftig unter dem Dach der VTech-Gruppe.

Die Snom Technology AG mit Stammsitz in Berlin ist künftig Teil der VTech Gruppe mit Zentrale in Hongkong. VTech ist einer der weltweit größten Hersteller von Schnurlostelefonen und elektronischer Lernprodukte.

Der nach eigenen Angaben weltweit erste Hersteller von Voice over IP-Telefonen, die Berliner Snom Technology AG, wird von der chinesischen VTech-Firmengruppe geschluckt. Mit Zentrale in Hong Kong und Produktionsanlagen in China agiert VTech derzeit in 11 Ländern und Regionen weltweit. Das 1976 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 27.000 Mitarbeiter, darunter rund 1.500 Spezialisten in Forschungs- und Entwicklungszentren in den USA, Kanada, Deutschland und China.

VTech und Snom versprechen sich von der Übernahme weltweit spürbare Synergien, insbesondere in den Bereichen Vertrieb und Produktentwicklung. »Als der größte Hersteller von Schnurlostelefonen weltweit wird VTech uns durch seine starke technologische Kompetenz und seine große internationale Vertriebs- und Marktpräsenz entscheidend dabei unterstützen, uns konsequent auf die Entwicklung und den Vertrieb hochqualitativer Premium-VoIP-Telefone für Geschäftskunden zu fokussieren – in globalem Maßstab«, erläutert Snom CEO Gernot Sagl die Entscheidung für den Verkauf des Unternehmens.

André Deloch, der Vorsitzende des Aufsichtsrats von Snom, kommentiert die Akquistion durch die auch als Auftragsfertiger agierende VTech so: »Die Kombination der Stärken von VTech und Snom wird es gestatten, die Marktposition und die technologische Marktführerschaft beider Unternehmen weiter zu stärken. Für das Geschäft von Snom wird die Präsenz von VTech besonders im Raum Asien/Pazifik und Nordamerika positive Auswirkungen haben, die wir unmittelbar spüren werden«.

Die Transaktion erfolgt vorbehaltlich der Genehmigung durch die entsprechenden Aufsichtsbehörden. Einen Kaufpreis nennen beide Unternehmen nicht. Unbekannt ist bislang auch, ob die Übernahme Auswirkungen auf die Zahl der Snom-Beschäftigten haben wird.

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