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Auch für Voice-over-IP

Telekom soll weiterhin Call-by-Call anbieten

19. März 2009, 14:36 Uhr   |  Werner Veith | Kommentar(e)

Telekom soll weiterhin Call-by-Call anbieten

Nach dem Willen der Bundesnetzagentur soll die Deutsche Telekom auch weiterhin Call-by-Call und Preselection anbieten.

Die Bundesnetzagentur will die Deutsche Telekom auch weiterhin dazu verpflichten, Call-by-Call und Preselection zuzulassen. Dazu veröffentlicht die Behörde jetzt einen Entwurf, der ausdrücklich auch für Anschlüsse, die auf IP basieren.

Alle zwei Jahre führt die Bundesnetzagentur eine Analyse des Markts für Telefonanschlüsse durch. Darauf baut die aktuelle Vorlage für eine Regulierungsverfügung auf: Sie verpflichtet die Deutschen Telekom auch weiterhin, Call-by-Call und Preselection anzubieten. Dabei bezieht die Behörde ausdrücklich auch Voice-over-IP-Anschlüsse ein. Daneben unterliegen in dem Entwurf die Anschluss-Entgelte der Telekom auch künftig einer nachträglichen Regulierung. Schließlich muss das Unternehmen ihren Wettbewerbern Telefonanschlüsse überlassen (Anschluss-Resale). Das hat sie zwar schon bisher freiwillig getan. Die kommende Verfügung will dafür aber einen Rechtsrahmen schaffen, auf dem andere Anbieter mit ihren Geschäftsprozessen aufbauen können.

Bei Call-by-Call und Preselection gesteht die Bundesnetzagentur zwar ein, dass solche Angebote zurückgehen. Diese machten im vergangenem Jahr nur noch 33 Prozent der Dienste von Wettbewerbern aus. Grund dafür sind Flatrates und Bündelangebote. Dennoch hält die Behörde die Angebote weiterhin für bestimmte Nutzergruppen wichtig. Deshalb plant sie nicht, »diese Wahlmöglichkeit durch Beenden der Verpflichtung abrupt zu unterbinden«, so Matthias Kurt, Präsident der Bundesnetzagentur.

Allerdings lockert der Entwurf der Behörde in einigen Bereichen auch die Regulierung. So muss die Telekom dann nicht mehr zwei Monate vor dem Wirksamwerden von Entgelten, diese bei der Bundesnetzagentur anzeigen. Das gilt auch für individuell geschlossene Leistungen nach Vertragsabschluss. Bis zum 15. April haben nun Unternehmen auf dem Telekommunikationsmarkt Gelegenheit, ihre Meinung zu dem Entwurf zu äußern.

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