Mobilkommunikation: Handy-Gebühren

Tipp: In Grenznähe lassen ausländische Netze Handyrechnungen explodieren

8. April 2009, 13:23 Uhr | Bernd Reder | Kommentar(e)
Vorsicht bei Mobiltelefonaten in Grenznähe: Manche Handys buchensich automatisch in ausländische Netze ein, auch wenn sich der Nutzer noch auf deutschem Boden aufhält.

Unliebsame Überraschungen können Nutzer von Mobiltelefonen erleben, die Urlaub in Grenzregionen machen. Ohne eigenes Zutun buchen sich mache Handy automatisch in ausländische Mobilfunknetze ein - und fabrizieren dadurch einen »Gebührenschock«.

Mal eben schnell vom Urlaubsort aus nahe der dänischen Grenze im Büro anrufen oder Oma aus den bayerischen Bergen einen Urlaubsgruß schicken – mit dem Handy ist das kein Problem. Teuer kann es allerdings werden, wenn sich ein Mobiltelefon ohne Wissen seines Nutzers statt ins Netz des deutschen Service-Providers in das eines dänischen oder österreichischen Anbieters einklinkt.

Nach Angaben von E-Plus tritt dieses Phänomen bei manchen Handys auf. Kein Wunder, schließlich halten sich Funkwellen nicht an Grenzverläufe, zum Nachteil von Verbrauchern: Wer das Display seines mobilen Begleiters in diesen Gebieten nichts hin und wieder im Auge behält, bekommt wenige Wochen später die Quittung.

Der Grund: Ist das Handy trotz Inlandsaufenthalts im Ausland eingebucht, entstehen sogenannte Roaming-Kosten. »Im automatischen Netzmodus sucht sich ein Handy immer das stärkste Netz. Ist ein ausländischer Anbieter in Grenznähe mit sehr starken Signalen zu empfangen, landet man unter Umständen in fremden Netzen und zahlt Roaming-Gebühren«, sagt Pia von Houwald, Expertin für Roaming beim Mobilfunkanbieter E-Plus.

Die deutschen Netzbetreiber haben darauf keinen Einfluss. Sie erhalten die Abrechnungsdaten vom ausländischen Anbieter und stellen den Kunden diese Kosten in Rechnung. Die E-Plus Expertin rät daher: »Wer in Grenznähe wohnt, dort beruflich zu tun hat oder dort Urlaub macht, sollte sein Handy prinzipiell auf die manuelle Netzsuche umstellen.«

Damit bleibt das Mobiltelefon im heimischen Netz eingebucht. Nur so lassen sich wirkungsvoll ungeplante Roaming-Kosten vermeiden.


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