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Bitkom-Studie

Verbraucher fordern kostenlose Online-Stornierung von Reisen

14. April 2020, 08:00 Uhr   |  Natalie Lauer | Kommentar(e)

Verbraucher  fordern kostenlose Online-Stornierung von Reisen
© Piotr Marcinski - Fotolia

Für 83 Prozent der Befragten einer Bitkom-Studie stellen kostenlose Online-Stornierungsmöglichkeiten ein wichtiges Kriterium bei der Buchung einer Reise dar. Darüber hinaus ist die Buchung mehrerer Hotels zur gleichen Zeit keine Seltenheit und 14 Prozent betrachten virtuelle Reisen als Alternative.

Wer eine Reise über die Osterfeiertage gebucht hatte, war aufgrund der Corona-Krise dazu gezwungen, diese abzusagen. Die Stornierung einer Reise kann sich sehr arbeitsaufwendig gestalten und bringt häufig komplizierte Verfahren mit sich. Nicht zuletzt deshalb wünscht sich die Mehrheit der Verbraucher  die Möglichkeit einer kostenlosen Stornierung von Reisen, die sich obendrein online durchführen lässt. So stufen dies 55 Prozent als sehr »sehr wichtig« und 28 Prozent als »eher wichtig« ein. Dies geht aus einer aktuellen Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom hervor, für die 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Januar und Februar 2020 befragt wurden.

»Die Osterferien laufen in diesem Jahr völlig anders ab als sonst. Familien können sich nicht besuchen und wer einen Urlaub gebucht hat, kann ihn in aller Regel nicht antreten. Zur Enttäuschung kommt für viele jetzt noch der Aufwand für die Kostenerstattungen dazu«, erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. »Außerdem ist derzeit offen, wie es sich mit dem bereits geplanten Sommerurlaub verhält. Die Möglichkeit einer kostenlosen Online-Stornierung wäre in dieser Situation eine große Erleichterung für viele Verbraucher.«

14 Prozent und damit rund jeder siebte Verbraucher nutzt die Möglichkeit einer kostenlosen Stornierung auch, um eine Buchung für gleich mehrere Hotels am selben Ort zur selben Zeit zu tätigen. In welcher Unterkunft dann tatsächlich genächtigt wird, wird erst kurz vor Abreise entschieden: Sieben Prozent haben dies schon einmal getan und fünf Prozent wollten abwarten, um am Ende vom günstigsten Angebot zu profitieren. Vier Prozent wollen mit dieser Taktik sicherstellen, dass ihr Hotel zum Reisezeitpunkt nicht überbucht ist. So vorteilhaft dieses Vorgehen für den Verbraucher erscheinen mag, so nachteilig ist es für Hotelbetreiber und wird zunehmend zum Problem.

Darüber hinaus lässt sich rund um das Thema Reisen ein neuer Trend feststellen. Laut Umfrage sollen virtuelle Reisen für einige Verbraucher eine realistische Alternative zum Urlaub am Meer oder in den Bergen darstellen: 14 Prozent der Teilnehmer vermuten, dass im Jahr 2030 weniger physisch gereist wird und stattdessen die anvisierten Reiseziele virtuell besucht werden. »Virtual Reality eröffnet gerade im Tourismus viele Möglichkeiten – etwa Reisen an schwer zugängliche Orte, in die Vergangenheit oder in die Zukunft«, sagt Rohleder. »Gerade jetzt, da im Kampf gegen das Corona-Virus nicht gereist werden kann, sind Trips mit der Virtual-Reality-Brille zu Stränden, Bergen oder Städten für viele Menschen vielleicht eine lohnende Alternative.«

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