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Mobile Computing: Business-Anwendungen für das iPhone

Version 3.0 soll das iPhone endgültig zum Business-Tool machen

23. März 2009, 17:50 Uhr   |  Bernd Reder | Kommentar(e)

Version 3.0 soll das iPhone endgültig zum Business-Tool machen

Salesforce ermöglichtIPhone-Anwendern denZugang zu CRM-Anwen-dungen.

In der vergangenen Woche stellte Apple die Beta-Version seiner iPhone-3.0-Software vor. Sie soll dem Smartphone auch bei Geschäftskunden zum Durchbruch verhelfen. Zumindest teilweise könnte das funktionieren.

Das »Blackberry« gilt unbestritten als Business-Smartphone, auch die E-Series-Geräte von Nokia und etliche Windows-Mobile-Geräte, etwa die MDA- oder VPA-Geräte, die T-Mobile oder Vodafone anbieten. Das iPhone von Apple dagegen ist dagegen immer noch der »Paradiesvogel« unter den Smartphones, die im Geschäftskunden-Umfeld zum Einsatz kommen.

Das will Apple mit iPhone 3.0 ändern. Das Software-Development-Kit für iPhone OS 3.0 enthält 1000 neue Programmierschnittstellen (APIs). Allerdings sind viele davon immer noch eher auf Anwendungen für Consumer ausgerichtet.

Die Möglichkeit, Peer-to-Peer-Verbindungen aufzubauen, ist sicherlich für Online-Gamer interessant. Gleiches gilt für das Store-Kit-Framework. Es soll Einkäufe im iTunes-Store einfacher machen.

Lebensmittelhersteller Kraft setzt auf das iPhone

Immerhin gibt es einige Unternehmen, die das iPhone als Business-Tool ernst nehmen. Der Lebensmittelhersteller Kraft beispielsweise stattet seine Mitarbeiter mit dem Apple-Smartphone aus. Sie haben über das Smartphone Zugang zu ihren E-Mails, Kontaktdaten und Kalenderinformationen, die unter Microsoft Outlook vorhanden sind. Kraft nutzt dazu Microsofts Activesync-Technik.

Zu den Software-Anbietern, die Geschäftsanwendungen für das iPhone bereitstellen, gehören Oracle und Sybase. Oracle bietet seit Mitte vergangenen Jahres in Apples App-Store die Anwendung »Oracle Business Indicator« an, mit der Manager auf Geschäftsdaten auf Oracle-Servern zugreifen können, etwa Verkaufszahlen und Finanztrends. Der Connector wurde laut Oracle mittlerweile fast 44.000 Mal heruntergeladen.

Ebenfalls von Oracle stammen »Mobile Sales Assistant« und »Mobile Sales Forecast for iPhone«. Beide Anwendungen sind seit November über den App-Store verfügbar. Wie der Name bereits sagt, können Anwender mit Sales Forecast ihre Umsatzvorgaben via iPhone abrufen.

Mobile Sales Assistant ermöglicht dagegen den Zugang zu Oracles CRM-Lösung (Customer Relationship Management). Die Software setzt alle Daten, etwa Aufgabenlisten, Kalender und das Message-Center, in iPhone-taugliche Ansichten um. Weitere Oracle-Anwendungen sollen ebenfalls iPhone-tauglich gemacht werden.

Sybase mit SAP

Auch Sybase und SAP haben, wie bereits berichtet, eine iPhone-Anwendung entwickelt. Ähnlich wie die von Oracle macht sie das CRM-System von SAP den Nutzern des Apple-Mobiltelefons zugänglich. CRM-Spezialist Salesforce bewerkstelligt das Gleiche mittels »Salesforce CRM Mobile for the iPhone«.

Einen interessanten Ansatz verfolgt der Software-as-a-Service-Anbieter Workday. Die US-Firma, deren Europa-Hauptquartier in Irland ist, bietet online Tools für die Personal- und Finanzverwaltung sowie das Beschaffungswesen an.

Seit vergangener Woche können Nutzer von Workday-Dienstleistungen über das iPhone Firmenadressverzeichnisse öffnen und Investitionsanträge freigeben. Die Software für das Smartphone steht kostenlos zur Verfügung.

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