Wiesn endet mit digitalem Rekord

Weniger Besucher und Bier, dafür deutlich mehr Daten

6. Oktober 2022, 15:40 Uhr | dpa | Kommentar(e)
Selfie mit Brezn und Bier
© Kzenon - AdobeStock

Trotz des verregneten Neustarts konnte das Oktoberfest wenigstens im Digitalen einen neuen Rekord aufstellen: Obwohl deutlich weniger Besucher kamen als bei der letzten Wiesn 2019, wurde 2022 mit 435 Terabyte fast doppelt so viel Datenvolumen empfangen und gesendet.

Die Oktoberfest-Besucher haben mit ihren Smartphones so viele Daten wie noch nie verschickt. Sowohl Vodafone als auch O2 und Telekom meldeten am Dienstag Rekordwerte für die diesjährige Wiesn. Teilweise ergab sich mehr als eine Verdoppelung zum letzten Oktoberfest im Jahr 2019. Dazu dürfte auch beigetragen haben, dass erstmals der neue, schnellere Standard 5G verfügbar war.

Aufaddiert kamen die drei großen Netzbetreiber auf ein Datenvolumen von 435 Terabyte. 2019 waren es noch 233 Terabyte. Dabei waren auf die diesjährige Wiesn deutlich wenig Besucher gekommen als noch vor drei Jahren. Den stärksten Anstieg verzeichnete dabei die Telekom: von 76 auf 165 Terabyte. Das ist mehr als eine Verdoppelung. Bei O2 ging man am Dienstag von gut 150 Terabyte aus. 2019 waren es noch 87. Vodafone meldete einen Anstieg von 70 Terabyte im Jahr 2019 auf 120 in diesem.

Bei Vodafone verzeichnete man parallel einen Rückgang des Telefonaufkommens. Alle Gespräche über das Netz des Anbieters zusammen dauerten 35.000 Stunden, das sind 20 Prozent weniger als vor drei Jahren. O2 zählte allerdings eine leichten Anstieg bei der Zahl der Telefonate: von 3,7 auf 3,8 Millionen. Allerdings sank die Zahl der klassischen SMS bei O2 um 78 Prozent auf nur noch 150.000. Hier zeigt sich die weitgehende Verlagerung auf Messengerdienste.

Bei Vodafone sieht man vor allem 5G, den Trend zu sozialen Medien und den hohen Anteil junger Besucher als Treiber für den diesjährigen Datenrekord. „Die Menschen teilten bei Instagram, Whats-App und Co. in diesem Jahr immer häufiger nicht nur Fotos, sondern auch hochauflösende Videos direkt aus den Festzelten“, sagte Technik-Chefin Tanja Richter. Zudem seien jüngere Social Media Plattformen zunehmend vor allem auf bewegte Bilder ausgelegt.

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